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ProLogium: Feststoffbatterie-IPO mit 3,8 Mrd. USD Bewertung

Der taiwanesische Feststoffbatterie-Pionier ProLogium geht per SPAC-Fusion an die Nasdaq. Der Deal bewertet das Unternehmen mit 3,8 Mrd. USD. Mit dem Kapital wird eine Fabrik im französischen Dünkirchen finanziert – möglicher Start für eine europäische Fertigung.

ProLogium: Feststoffbatterie-IPO mit 3,8 Mrd. USD Bewertung

ProLogium: Feststoffbatterie-IPO mit 3,8 Mrd. USD Bewertung

Der taiwanesische Feststoffbatterie-Hersteller ProLogium Technology (辉能科技) will durch eine Fusion mit der Börsenhülle Translational Development Acquisition Corp. (TDAC) an die New Yorker Börse. Der Deal bewertet das Unternehmen mit etwa 3,8 Milliarden US-Dollar (rund 3,5 Milliarden Euro). Das frische Geld dient dem Ausbau der vierten Generation von Feststoffbatterien sowie dem Bau einer neuen Fabrik im französischen Dünkirchen.

Die Transaktion soll im zweiten Halbjahr 2026 abgeschlossen sein. Die Aktie würde dann unter dem Kürzel „PRLG“ an der Nasdaq notieren. Die Mittel fließen vor allem in die Produktionssteigerung in Taiwan und den Neubau in Frankreich. In Dünkirchen ist der Baustart für Ende 2026 vorgesehen, die ersten Zellen sollen im zweiten Quartal 2029 vom Band rollen.

Feststoffbatterie: Der heilige Gral der E-Mobilität

ProLogium produziert seit 2006 Lithium-Keramik-Feststoffbatterien. Anders als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus kommen sie ohne flüssigen Elektrolyten aus. Das verspricht höhere Energiedichte, schnellere Ladezeiten und mehr Sicherheit – brennbare Flüssigkeiten entfallen komplett. Die Technologie gilt als Schlüssel für die nächste Generation von E-Autos.

Bislang lieferte das Unternehmen über 2,4 Millionen Zellen aus – vor allem an Drohnenhersteller, Rüstungsfirmen und Satellitenbetreiber. Ab 2032 soll der Anteil der Automobilkunden auf rund 60 Prozent steigen. Die Produktionskapazitäten sind wie folgt geplant:

  • Taiwan: Derzeit 1 GWh pro Jahr, Ausbau auf 3 GWh bis 2035
  • Frankreich (Dünkirchen): 4 GWh pro Jahr nach Fertigstellung (ab 2030)
  • Gesamtkapazität ab 2035: 7 GWh pro Jahr

Der Markt für Feststoffbatterien wächst rasant. Laut BloombergNEF könnte der Bedarf bis 2030 auf 181 GWh steigen – das Neunfache des heutigen Niveaus. Allerdings steckt die Massenproduktion noch in den Kinderschuhen: Weniger als zehn Prozent der weltweit geplanten Kapazität sind aktuell in Betrieb, davon rund 99 Prozent in China.

Wettbewerb und Herausforderungen

ProLogium konkurriert mit Branchengrößen wie CATL (宁德时代), dem weltgrößten Batteriehersteller, sowie den Start-ups QuantumScape (mit Volkswagen) und Factorial Energy (mit Mercedes-Benz). An der Börse sind Feststoffbatterie-Aktien derzeit jedoch schwach: QuantumScape und Solid Power notieren rund 75 Prozent unter ihren Höchstständen von 2021. ProLogium zeigt sich unbeeindruckt und verweist auf die eigenen Fortschritte in der Serienfertigung.

Bedeutung für deutsche Autofahrer

Ob die Feststoffbatterien aus Frankreich auch in deutschen E-Autos landen, ist noch offen. ProLogium hat jedoch bestätigt, mit mehreren europäischen Herstellern in Verhandlungen zu stehen. Die Fabrik in Dünkirchen könnte ab 2029 als erster europäischer Standort Feststoffzellen für in Europa gefertigte Modelle liefern – und damit eine Alternative zu chinesischen und koreanischen Batterien bieten.


ProLogium baut derzeit eine Fabrik im französischen Dünkirchen. Eine Belieferung deutscher Hersteller ist frühestens ab 2029 denkbar, sofern Partnerschaften geschlossen werden. Derzeit gibt es keine offiziellen Verträge mit deutschen Automobilherstellern.

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