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AvatrD1EVVon 3 Min. Lesezeit

Avatr 12 siegt im ADAS-Challenge: 4 Lidar schlagen 8 Rivalen

Avatr 12 triumphiert mit 112,5 Punkten im „Pekinger Teufelsstrecken-Challenge“. Acht Konkurrenten von Xiaomi, Zeekr, IM, NIO, Li Auto, Wey, Hongqi und Deepal forderten den Coupé-Elektriker heraus – ohne Erfolg.

Avatr 12 siegt im ADAS-Challenge: 4 Lidar schlagen 8 Rivalen

Avatr 12 siegt im ADAS-Challenge: 4 Lidar schlagen 8 Rivalen

Am 30. Mai 2024 fand in Peking der „Elite-Challenge auf der ADAS-Teufelsstrecke“ statt. Avatr (AVATR) 12 holte mit 112,5 Punkten den Sieg und verteidigte seinen Thron gegen acht Herausforderer. Die Konkurrenz reichte von Xiaomi YU7, Zeekr 7X, IM LS6 (Momenta), NIO ET7, Li Auto L9, Wey Lanshan (Yuanrong), Hongqi HS6 (Zhuoyu) bis Deepal L06 (Horizon Robotics). Die Preise lagen zwischen ca. 18.800 € (ca. 146.900 Yuan) und ca. 68.600 € (ca. 536.000 Yuan)*.

Die vier entscheidenden Dimensionen

Im Vorfeld analysierten Experten Preis, Fahrzeuggröße, Anzahl der Lidar-Sensoren sowie ADAS-Chip und Rechenleistung. Die Preisklassen spiegelten drei Lager wider: Budget-Modelle (Deepal L06, Hongqi HS6), Mittelklasse (Zeekr 7X, IM LS6, Wey Lanshan) und Premium (Xiaomi YU7, Li Auto L9, NIO ET7). Doch der Sieg zeigte: Ein höherer Preis garantiert keine bessere Fahrassistenz.

Rechenleistung (TOPS): NIO ET7 (1016 TOPS) und Xiaomi YU7 (700 TOPS) führten das Feld an, gefolgt von Zeekr 7X, Li Auto L9 (500+ TOPS), dann IM LS6, Wey Lanshan, Deepal L06 (250–400 TOPS) und Hongqi HS6. Doch schon frühere Tests belegten: Algorithmus-Effizienz schlägt rohe Rechenpower. Beispielsweise erreichte ein XPeng P7 mit 2250 TOPS nur Platz drei.

Lidar-Bestückung: Hier lag der größte Unterschied. Avatr 12 verfügt über vier Lidar-Sensoren mit 896 Linien am Hauptsensor – er erkennt 14 cm hohe Hindernisse auf 120 m. Alle acht Herausforderer besitzen höchstens einen Lidar (126–150 Linien). Einzig Hongqi HS6 kommt ganz ohne Lidar aus. Die Redundanz des Avatr 12 ist in komplexen Szenarien quasi nicht auszugleichen.

Fahrzeuggröße: Große Autos haben auf der engen Teststrecke Nachteile. Der Deepal L06 (4,83 m) und Zeekr 7X (4,83 m) waren wendiger, während Li Auto L9 (5,22 m), Wey Lanshan (5,16 m) und NIO ET7 (5,10 m) größere Wendekreise aufwiesen. Avatr 12 selbst ist mit rund 5,0 m ein großes Coupé – sein Sieg zeigt, dass ausgefeilte ADAS-Systeme Größe kompensieren können.

Praxis-Daten aus Hefei als Wegweiser

Zwei Wochen zuvor lieferte der ADAS-Wettbewerb in Hefei Referenzwerte. Der Wey Lanshan (91,46 Punkte) und der Deepal L06 (96,88 Punkte, Zweiter) erwiesen sich als stärkste Herausforderer – letzterer mit dem kleinsten Fahrzeug und günstigstem Preis. Der Xiaomi YU7 erreichte nach Hinzurechnung von Szenario-Punkten 98,21 Punkte und gilt als gefährlichster Rivale. Der NIO ET7 mit 1016 TOPS fiel durch viele Abzüge in der Effizienzwertung auf.

Das Fazit: Avatr 12 bleibt nach dieser Runde ungeschlagen. Der finale Showdown am 30. Mai bestätigte: Hardware-Redundanz (4 Lidar) plus ausgefeilter Algorithmus sind derzeit schwer zu schlagen. Die chinesische EV-Startups liefern sich einen intensiven Wettbewerb um die beste Fahrassistenz – ein Trend, der auch europäische Hersteller unter Druck setzen könnte.

Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen. CLTC-Reichweitenangaben wurden nicht thematisiert. ADAS = Fahrassistenzsysteme.


In Deutschland

Avatr, ein Joint Venture von Changan, Huawei und CATL, plant eine Expansion nach Europa. Der Avatr 12 ist jedoch bislang ausschließlich in China erhältlich; ein Marktstart in Deutschland steht noch nicht fest.

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