China EV News
Zurück
BYDCarNewsChinaVon 2 Min. Lesezeit

BYD & F1: Geht es um Alpine-Anteile?

Neue Spekulationen um BYDs Einstieg in die Formel 1: Ein Foto zeigt BYD-Managerin Stella Li beim Monaco-GP mit F1-CEO und FIA-Präsident. Hintergrund könnten die zum Verkauf stehenden Alpine-Anteile sein.

BYD & F1: Geht es um Alpine-Anteile?

BYD & F1: Geht es um Alpine-Anteile?

BYD (比亚迪) macht erneut als potenzieller Formel-1-Einsteiger von sich reden. Ein jetzt aufgetauchtes Foto zeigt Stella Li, Executive Vice President des chinesischen E-Auto-Konzerns, beim Monaco-Grand-Prix im Gespräch mit F1-Group-CEO Stefano Domenicali und FIA-Präsident Mohamed Ben-Sulayem. Das Bild wurde von Ben-Sulayem selbst auf seinen Social-Media-Kanälen geteilt.

Bereits zweites Treffen innerhalb weniger Monate

Berichten zufolge soll Stella Li Domenicali am 5. Juni 2025 getroffen haben, Ben-Sulayem am Folgetag. Es wäre bereits das zweite Zusammentreffen mit den beiden Motorsport-Funktionären: Im Dezember 2024 traf sie Ben-Sulayem bereits beim Abu-Dhabi-GP. Im März 2025 wurde bekannt, dass BYD einen Einstieg in die F1 und die Langstrecken-WM (WEC) prüft. Im April bestätigte Li ein Treffen mit Domenicali in Shanghai.

Die Gespräche scheinen konkreter zu werden: Nach Branchenkreisen könnte BYD Interesse an den 24 Prozent der Anteile des Alpine-Formel-1-Teams haben, die zum Verkauf stehen sollen. Der Wert dieser Anteile wird auf mehrere hundert Millionen Euro geschätzt. Auch Mercedes-Benz wird als Interessent gehandelt – eine Partnerschaft beider Konzerne wäre denkbar.

Technischer Konflikt mit F1-Zukunftsplänen

Allerdings gibt es einen strategischen Widerspruch: Die F1 plant ab 2031 den Umstieg von den aktuellen Hybridaggregaten (mit starkem Elektroanteil) auf V8-Saugmotoren mit minimaler Elektrifizierung – also im Kern wieder reine Verbrenner. Für BYD, das sich vollständig auf NEV (New Energy Vehicle – chinesischer Sammelbegriff für reine Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge) konzentriert, wäre ein reines Verbrenner-Engagement widersprüchlich. Offizielle Bestätigungen gibt es bislang nicht; die Gespräche befinden sich im Explorationsstadium.

Sollte BYD tatsächlich einsteigen, wäre es der spektakulärste Marketingschritt des Herstellers in Europa. In Deutschland ist BYD bereits mit mehreren Modellen vertreten – eine Tatsache, die den F1-Gerüchten zusätzliche Brisanz verleiht.


BYD in Deutschland: BYD ist seit 2022 auf dem deutschen Markt aktiv. Aktuelle Modelle: Atto 2, Atto 3, Dolphin, Seal, Sealion 7 und Han. Der Vertrieb erfolgt über eigene Händler sowie Online-Plattformen. Ein F1-Engagement würde die Markenbekanntheit in Europa massiv steigern.


Bild

BYDHybrid