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GeelySinaVon 2 Min. Lesezeit

Lotus beerdigt E-Sportwagen: Hybrid statt E-Antrieb

Lotus kappt den reinen Elektro-Sportwagen. CEO Feng Qingfeng verkündet den Kurswechsel im Rahmen der Focus2030-Strategie. Künftig setzt die Marke auf Verbrenner, Hybrid und Elektro – mit klaren Grenzen.

Lotus beerdigt E-Sportwagen: Hybrid statt E-Antrieb

Lotus beerdigt E-Sportwagen: Hybrid statt E-Antrieb

Lotus (莲花) hat im Rahmen seiner Focus2030-Strategie einen tiefgreifenden Kurswechsel vollzogen. CEO Feng Qingfeng stellte auf einer Medienkonferenz in Peking klar: „Auf Sportwagen werden wir keine rein elektrische Entwicklung mehr betreiben – nicht einmal erforschen.“ Die Marke setzt künftig auf eine Dreifach-Strategie aus Verbrenner, Hybrid und Elektro – jedoch mit klaren Grenzen.

Warum Lotus den reinen E-Sportwagen aufgibt

Der Grund liegt im Gewicht. Ein rein elektrischer Sportwagen würde nach Fengs Worten „mindestens zwei Tonnen wiegen – das ist für einen Sportwagen inakzeptabel“. Lotus will stattdessen auf Leichtbau, Aerodynamik und Fahrspaß setzen. Während die Alltagsmodelle (SUV und GT) weiter elektrifiziert werden, bleiben die reinen Sportmodelle dem Verbrenner und künftig auch dem Hybrid vorbehalten.

Die neue Motorenstrategie sieht einen Mix aus 60 % Hybrid, 40 % Elektro und einer Fortführung der Verbrenner-Modelle vor. Die erste konkrete Maßnahme ist der Emira 420 Sport – das stärkste, leichteste und aerodynamisch optimierteste Modell der Baureihe.

Produktplan bis 2030: Vom Emira bis zum Type 135

Lotus konkretisiert die nächsten Schritte:

  • Emira 420 Sport – sofort erhältlich, verbesserte Performance.
  • For Me und Eletre X – Hybridmodelle, die in Europa und im Nahen Osten auf wachsende Nachfrage stoßen.
  • Type 135 – für 2028 angekündigt, ein V8-Hybrid-Supersportwagen mit Ziel „über 10.000 U/min“ und neuartiger F1-Technologie.

Feng betont, dass der Hybrid bei Lotus nicht als Notlösung, sondern als echte Alternative für Kunden gedacht ist: „Einmal pro Woche laden, einmal pro Monat tanken – das ist unser Ziel für den Plug-in-Hybrid-PHEV (Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeug).“

Adaptives Fahrwerk und Rentabilität ab 30.000 Einheiten

Neben der Antriebsstrategie legt Lotus großen Wert auf das Fahrwerk. „Das Fahrwerk wird dank aktiver Systeme lebendig – es passt sich in Echtzeit der Straße und dem Fahrstil an“, so Feng. Diese Technik soll das Handling auf ein neues Niveau heben und gleichzeitig personalisierte Fahrerlebnisse ermöglichen.

Ein weiterer Kernpunkt der Strategie ist die Rentabilität. Feng erklärte: „Dreißigtausend Einheiten reichen, um profitabel zu sein – das ist in der Automobilindustrie selten, aber Lotus kann es schaffen.“ Möglich wird dies durch die Nutzung von Synergien innerhalb der Geely-Gruppe, etwa bei Software, Elektronikarchitektur und Lieferkette.


Lotus ist in Deutschland und anderen EU-Märkten bereits offiziell mit Modellen wie dem Eletre und Emeya erhältlich.

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