Lotus Focus2030: Kein reines E-Sportcoupé – Hybrid bis 2028
Lotus (Lotus, eine britische Traditionsmarke unter dem Dach von Geely) hat im Rahmen der Focus2030-Strategie eine grundlegende Neuausrichtung präsentiert. CEO Feng Qingfeng stellte auf einer Pressekonferenz am 1. Juni klar, dass der Sportwagenbauer künftig auf drei parallele Antriebsstränge setzt: Verbrenner, Plug-in-Hybride (PHEV) und reine Elektroantriebe (BEV) – letztere jedoch nur noch für Lifestyle-Modelle, nicht mehr für Sportwagen. „Bei Sportwagen werden wir keine weiteren reinen Elektro-Entwicklungen mehr vornehmen“, so Feng. Der Grund: Zu viel Gewicht. „Ein Sportwagen mit zwei Tonnen – das widerspricht dem Wesen eines Sportwagens.“ Stattdessen konzentriert sich Lotus auf Hybridantriebe, die Batterie und Verbrenner kombinieren, um Reichweite und Performance zu optimieren.
Drei Säulen: Verbrenner, Hybrid, BEV
Konkret plant Lotus, sein Portfolio in drei Kategorien aufzuteilen: Die Verbrenner-Sportwagen (wie der Emira) werden weiterentwickelt, die Lifestyle-Baureihen (For Me, Eletre) erhalten reine Elektroantriebe oder Hybride, und ein neuer Supersportwagen (Typ 135) kommt 2028 mit einem V8-Hybrid-Antrieb auf den Markt. Feng spricht von einer „V8-Hybrid-Einheit mit über 10.000 U/min“ – das Ziel: mehr Leistung, mehr Drehzahl, weniger Gewicht. Die Hybridtechnologie (EREV – Range Extender) soll typische Nachteile von reinen E-Autos ausgleichen: „Wöchentliches Aufladen, monatliches Tanken – das reicht für den Alltag“, so Feng. 60 % der künftigen Produktion sollen auf Hybride entfallen, 40 % auf reine E-Autos.
„Lebendiges“ Fahrwerk und Gewinn ab 30.000 Einheiten
Neben der Antriebsstrategie sticht vor allem die neue Philosophie des Fahrwerks hervor: Lotus setzt auf ein aktives, adaptives Fahrwerk, das sich in Echtzeit an Straße, Umwelt und Fahrerverhalten anpasst. „Das Chassis wird lebendig – es passt sich dynamisch an“, beschreibt Feng. Diese Technologie sei der Kern der Markenidentität, den Lotus trotz aller Veränderungen bewahren wolle. Gleichzeitig senkt Lotus durch die Zusammenarbeit mit Geely (吉利) die Kosten. Feng rechnet vor: „Andere Hersteller brauchen 50.000 bis 80.000 Einheiten, um profitabel zu sein. Wir können das schon bei 30.000 Einheiten schaffen – das ist in der Industrie selten, aber für Lotus machbar.“ Die Zusammenarbeit mit Geely betrifft Software, Elektronik-Architektur, Lieferketten und Produktionseffizienz.
Konkrete Modelle: Emira 420 Sport, For Me, Type 135
– Emira 420 Sport: Leistungsstärkste Version des aktuellen Verbrenner-Sportwagens, mit optimierter Aerodynamik und Gewichtsreduktion. – For Me (auch als Eletre X bekannt): Hybrid-Version des Lifestyle-SUV, der in Europa und China angeboten wird. – Type 135: Ab 2028 als neuer V8-Hybrid-Supersportwagen mit Rennsport-Technologie (F1-Transfer geplant).
==IN DEUTSCHLAND==
In Deutschland
Lotus ist in Deutschland mit mehreren Modellen vertreten: der Emira (Verbrenner-Sportwagen) sowie der Eletre (reines Elektro-SUV) sind hierzulande erhältlich. Die neuen Hybridmodelle For Me und Type 135 sollen ab 2026/2028 auch den deutschen Markt erreichen. Geely als Mutterkonzern ist in ausgewählte EU-Märkte eingestiegen, aber noch nicht offiziell in Deutschland vertreten.
===THEMA=== unternehmen-finanzen-kooperationen
===MARKTRELEVANZ=== global_industry
===MARKEN=== Lotus, Geely
In Deutschland
Geely ist in ausgewählte EU-Märkte erhältlich, jedoch noch nicht offiziell in Deutschland.


