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BYDCarNewsChinaVon 3 Min. Lesezeit

BYD & CATL bestehen: Chinas Null-Brand-Norm für E-Autos ab Juli 2026

China führt ab Juli 2026 die schärfsten Sicherheitsstandards für Elektroautos weltweit ein: Batterien müssen brandsicher sein, ein physischer Not-Aus-Schalter wird Pflicht. BYD und CATL haben die Tests bereits bestanden.

BYD & CATL bestehen: Chinas Null-Brand-Norm für E-Autos ab Juli 2026

BYD & CATL bestehen: Chinas Null-Brand-Norm für E-Autos ab Juli 2026

China verschärft die Sicherheitsvorschriften für Elektroautos drastisch. Zum 1. Juli 2026 treten zwei neue verbindliche nationale Standards in Kraft: die „Sicherheitsanforderungen für Elektrofahrzeuge" (GB18384–2025) und die „Sicherheitsanforderungen für Antriebsbatterien für Elektrofahrzeuge" (GB38031–2025). Ziel ist es, die Brandgefahr von E-Autos unter die von Verbrennern zu drücken.

Bis Ende 2025 waren in China rund 44 Millionen Elektroautos (New Energy Vehicles, NEV) zugelassen. Allein im Mai 2025 wurden knapp 1,5 Millionen Neufahrzeuge verkauft. Die neuen Regeln betreffen sowohl die Fahrzeugebene als auch die Batteriezelle.

Physischer Notausschalter und feuerfeste Batteriezellen

Die Fahrzeugnorm schreibt einen obligatorischen physischen „Einknopf-Notausschalter" vor. Statt bisher softwaregesteuerten Trennmechanismen muss der Fahrer den Hochspannungskreis mit einer einzigen Bewegung mechanisch unterbrechen können. Das erleichtert Rettungskräften den Einsatz und erhöht die Zuverlässigkeit.

Die neue Batterienorm geht noch weiter. Bisher reichte es, fünf Minuten vor einem Brand einen Alarm auszulösen. Künftig darf es gar nicht mehr zu Feuer oder Explosion kommen – bei gleichzeitiger Alarmpflicht. Zudem darf Rauch die Insassen nicht schädigen. Neu eingeführt werden:

  • Unterboden-Aufpralltest: Prüft die Batterie gegen Schäden durch Fahrbahnhindernisse.
  • Haltbarkeit nach 300 Schnellladezyklen: Die Batterie muss auch nach 300 Schnellladungen bei einem externen Kurzschluss feuer- und explosionsfrei bleiben.

Branche reagiert – Kosten könnten steigen

Führende Hersteller haben sich bereits vorbereitet. Der chinesische Batterieriese CATL (宁德时代) meldete, dass sein gesamtes Serienportfolio für Pkw und Nutzfahrzeuge die neuen Tests bereits im Mai 2025 bestanden habe. Auch BYD (比亚迪) bestätigte, dass seine zweite Generation der Blade Battery die Anforderungen mit Bravour erfülle.

Experten rechnen mit leichten Kostensteigerungen für die Batterieproduktion, die sich auf Neuwagenpreise nach Juli 2026 auswirken könnten. Dr. Han Guangshuai von der Tongji-Universität betont: „Die neuen Standards bieten auch bessere Benchmarks für die Gebrauchtwagenbewertung und senken die Risiken für Versicherer – ein mögliches Ende hoher Prämien für E-Autos." Der chinesische Ingenieursakademiker Wu Kai, Chefwissenschaftler bei CATL, prognostiziert, dass die Selbstentzündungsrate chinesischer E-Autos nach vollständiger Umsetzung der Standards „eine Größenordnung niedriger" sein werde als die von Verbrennern.

Zusätzliche Sicherheitsvorschriften in Vorbereitung

Das chinesische Industrie- und Informationsministerium (MIIT) und die Staatliche Marktaufsichtsbehörde arbeiten zudem an weiteren Normen, darunter die kürzlich veröffentlichte Richtlinie „Brandmelder für Fahrzeuge" (GB47497–2026), die eine Früherkennung von thermischem Durchgehen der Batterie vorschreibt.


Die neuen chinesischen Sicherheitsstandards haben keine direkte Gültigkeit für Deutschland, könnten aber als globaler Benchmark dienen. Deutsche Hersteller wie Volkswagen oder BMW, die in China stark engagiert sind, dürften ähnliche Anforderungen in ihre weltweiten Entwicklungsprozesse übernehmen. Für den deutschen Markt ergeben sich daraus vorerst keine Pflichtänderungen.


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