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BYDCarNewsChinaVon 2 Min. Lesezeit

CATL, BYD, Panasonic: 1,9 Mrd. € für KI-Stromspeicher

Chinesische Batterieriesen lenken ihre Fertigung auf Energiespeicher für KI-Rechenzentren. CATL, BYD und Panasonic investieren Milliarden – ein neuer Milliardenmarkt entsteht.

CATL, BYD, Panasonic: 1,9 Mrd. € für KI-Stromspeicher

CATL, BYD, Panasonic: 1,9 Mrd. € für KI-Stromspeicher

Chinesische Hersteller von Elektroauto-Batterien verlagern massive Produktionskapazitäten in Richtung Energiespeicher für KI-Rechenzentren. Angeführt wird diese Expansion von CATL (Contemporary Amperex Technology Co. Limited) und BYD (比亚迪), die gemeinsam mit regionalen Wettbewerbern um margenstarke Infrastruktur-Aufträge kämpfen. Der Antrieb: Der durchschnittliche Batteriepack in chinesischen E-Autos erreichte im Mai 2026 rund 70,0 kWh – ein Plus von 37,3 % zum Vorjahr. Diese Skaleneffekte nutzen die Hersteller nun für stationäre Großspeicher, wie das Branchenportal Sina berichtet.

Milliardenprojekt Rechenzentrum

Ein aktuelles Beispiel: Ein Datenzentrum-Speicherprojekt wurde mit rund 192 Mio. € (ca. 1,5 Mrd. Yuan) beziffert* – Tendenz steigend. Denn die Serverumgebungen benötigen enorme Leistungsspitzen, um KI-Berechnungen ohne Netzschwankungen abzufedern. Dafür entwickeln spezialisierte Zulieferer wie REPT BATTERO Zellen mit einer Dauerentladerate von 10C (85 Ah). Sunwoda kontert mit einer 8C-Variante, Eve Energy setzt auf zylindrische und prismatische Backup-Einheiten.

Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.

Natrium-Ionen-Wettlauf

CATL-Chef Robin Zeng dämpfte kürzlich die Hoffnungen auf eine schnelle Feststoffbatterie – die Massenproduktion bleibe fern. Stattdessen setzt der Konzern auf Natrium-Ionen-Packs mit 300 Ah und 15.000 Zyklen Lebensdauer. Diese teilen sich die Abmessungen mit Standard-Lithium-Gehäusen, was die Integration erleichtert. BYD baut ebenfalls eine Natrium-Batterie-Festung für die nächste Infrastruktur-Generation auf. Panasonic kontert mit einer Investition von umgerechnet ca. 1,9 Mrd. € (14,9 Mrd. Yuan) in nordamerikanische Speicher-Fertigungslinien. Der japanische Veteran steht jedoch im Schatten lokaler Größen wie Envision Energy, Hithium und Sungrow.

Strategische Beteiligungen

Um die Lieferketten zu sichern, beteiligen sich chinesische Batteriehersteller direkt an Rechenzentren-Betreibern. Firmen wie Ampace, Shuangdeng Group, Highpower Technology und Vision Group rollen maßgeschneiderte Architekturen aus. Konkrete Meilensteine: Ende 2025 installierte CATL einen 2-GW-Gitterspeicher in Südwestchina, Vision Group schloss ein automatisiertes Immersionskühlungs-Pilotprojekt ab. Diese Erfolge belegen, dass der Utility-Computing-Sektor eine hochprofitable zweite Wachstumskurve für die globalen Batterieriesen darstellt.

Ausblick: Vom Fahrzeug ins Netz

Der weltweite Stromverbrauch von Dateninfrastruktur wird sich bis 2030 gegenüber 2025 verdoppeln. Damit wandert das Schlachtfeld der Batteriehersteller direkt vom Fahrzeugchassis ins Computernetzwerk. Chinesische Zellproduzenten sind dabei aufgrund ihrer Größenvorteile und integrierten Fertigung strategisch bestens positioniert.


In Deutschland

BYD ist bereits auf dem deutschen Markt mit Elektroautos vertreten (Modelle: Atto 2, Atto 3, Dolphin, Seal, Sealion 7, Han). Die hier beschriebene Investition in Energiespeicher betrifft die globale Batteriesparte von BYD und CATL – beide sind auch in Europa mit Produktionsstätten aktiv.


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