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BYDCarNewsChinaVon 3 Min. Lesezeit

Neuer Festkörper-Standard: CATL und BYD müssen Produktion anpassen

Chinas neuer Festkörper-Batteriestandard (GB/T 43568-2026) definiert Hybrid- vs. echte Festkörperzellen. CATL und BYD stehen vor einer Neubewertung ihrer Produktionsanlagen – eine milliardenschwere Investitionsblase platzt.

Neuer Festkörper-Standard: CATL und BYD müssen Produktion anpassen

Neuer Festkörper-Standard: CATL und BYD müssen Produktion anpassen

Am 1. Juli 2026 tritt in China der neue nationale Standard GB/T 43568-2026 für Festkörperbatterien in Kraft. Die Vorschrift legt klare chemische Grenzen fest: Zellen mit einem Flüssigelektrolytgehalt zwischen 5 % und 20 % gelten künftig als Hybridsysteme. Erst unter der 5-%-Schwelle und bei gleichzeitiger thermischer Stabilität im Vakuum darf die Bezeichnung „echte Festkörperzelle“ geführt werden. Diese Definition hat weitreichende Folgen für Batteriehersteller wie CATL (宁德时代) und BYD (比亚迪).

Bestehende Anlagen bleiben weitgehend nutzbar

Die neuen Regeln betreffen vor allem die Bewertung von Fertigungsanlagen. Bislang wurde der Markt für spezielle Festkörper-Produktionslinien auf umgerechnet rund 7,6 Milliarden € (59,2 Milliarden Yuan) geschätzt – eine Zahl, die nun als überhöht gilt. Der Grund: Herkömmliche Lithium-Ionen-Fertigungsstraßen lassen sich mit geringen Umbauten (unter 10 % der Anlagen) für Hybridsysteme nutzen. Ein kompletter Austausch ist kurzfristig nicht nötig.

Die Investitionskosten für reine Festkörperlinien liegen derzeit bei etwa 51 Millionen € pro GWh (400 Millionen Yuan) bis 64 Millionen € (500 Millionen Yuan). Branchenprognosen erwarten einen Rückgang auf rund 26 Millionen € (200 Millionen Yuan) bis 2030. Dongfeng etwa setzt bei der Massenproduktion von Hybridpacks auf bestehende Fabrikflächen, um Kapital zu sparen.

Zeitplan für echte Festkörper bleibt ambitioniert

CATL hat bereits bestätigt, dass die kommerzielle Nutzung echter Festkörperbatterien weiterhin an technischen Hürden scheitert. Die Forschung an sulfidbasierten Piloten konzentriert sich auf Grenzflächenstabilität, nicht auf Kapazitätsausbau. Auch die Chinesische Akademie der Wissenschaften betont, dass die Festkörper-Grenzflächen jahrelange Zyklenvalidierung benötigen, bevor eine automatisierte Skalierung möglich ist.

Marktdominanz der Flüssigzellen hält an

Die monatlichen Installationszahlen bestätigen: Herkömmliche Flüssigbatterien bestimmen weiterhin das Marktgeschehen. Im aktuellen Monat führte CATL mit 33,08 GWh (46,7 % Marktanteil), gefolgt von BYD mit 11,87 GWh (16,8 %). Gotion High-tech kam auf 4,44 GWh, CALB auf 4,3 GWh und Eve Energy auf 3,23 GWh.

Die neue Verordnung schafft einen realistischen Rahmen für die Branche. Anstatt in überteuerte Spezialanlagen zu investieren, richten sich die Beschaffungsstrategien nun an der schrittweisen Einführung von Hybridsystemen aus. Echte Festkörperzellen bleiben eine mittelfristige Perspektive.

Hinweis: Alle hier genannten Investitionssummen in Euro basieren auf dem Kurs 1 Yuan = 0,128 €.


In Deutschland

BYD ist bereits auf dem deutschen Markt vertreten. Aktuelle Modelle in Deutschland: Atto 2, Atto 3, Dolphin, Seal, Sealion 7, Han.

BYD ist seit 2022 auf dem deutschen Markt aktiv und baut sein Händlernetz kontinuierlich aus.

Der Artikel betrifft die Batterieproduktion beider Hersteller – für deutsche Autofahrer bedeutet das: Künftige BYD-Modelle könnten von hybriden Festkörpertechnologien profitieren, ohne dass die Preise durch teure neue Fabriken explodieren.


BYDBatterieHybridMarktanteil