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BYDCarNewsChinaVon 3 Min. Lesezeit

Malaysia stoppt BYD & Co: 41.000-€-Mindestpreis für importierte E-Autos

Malaysia verschärft Importregeln für E-Autos: CIF-Mindestwert 200.000 Ringgit (ca. 41.000 €) und mindestens 180 kW. Chinesische Hersteller wie BYD verlieren Marktzugang – lokale Montage mit 80 % Exportzwang.

Malaysia stoppt BYD & Co: 41.000-€-Mindestpreis für importierte E-Autos

Malaysia stoppt BYD & Co: 41.000-€-Mindestpreis für importierte E-Autos

Malaysia hat zum 1. Juli 2026 die Regeln für den Import komplett aufgebauter Elektroautos (CBU, Completely Built-Up) verschärft. Die neuen Vorschriften treffen vor allem chinesische Hersteller wie BYD (比亚迪), die zuvor mit günstigen Modellen den Markt für Neue Energiefahrzeuge dominierten. Die Maßnahme ist Teil einer Strategie, die heimische Industrie zu schützen und hochwertige Investitionen zu fördern.

Neue Importkriterien

Das malaysische Ministerium für Investitionen, Handel und Industrie (MITI) verlangt für importierte CBU-E-Autos zwei Bedingungen:

  • CIF-Wert (Cost, Insurance, Freight): mindestens 200.000 Ringgit (ca. 41.000 €)
  • Motorleistung: mindestens 180 kW (ca. 241 PS)

Da der Endverkaufspreis zusätzlich Steuern, Vertriebskosten und Händlermargen umfasst, werden betroffene Fahrzeuge voraussichtlich deutlich über dieser Schwelle liegen. Viele chinesische Einstiegsmodelle – etwa der BYD Dolphin und der günstigere Atto 3 – unterschreiben sowohl den Preis- als auch den Leistungsrichtwert. Auch der Zeekr 7X (Zeekr) und der Chery Omoda E5 (Chery) sind unter den neuen Regeln nicht mehr importierbar.

Chinesische Marken (ohne das Geely-Tochterunternehmen Proton) hielten 2025 rund 60 Prozent des malaysischen Marktes für Neue Energiefahrzeuge. Die neuen Regeln streichen viele Bestseller aus dem Angebot – ein herber Rückschlag für die Expansionspläne.

Lokale Produktion als Ausweg – mit strengen Auflagen

Mehrere chinesische Hersteller erwägen, die Importrestriktionen durch lokale Montage (CKD, Completely Knocked Down) zu umgehen. Doch für neue Produktionsprojekte, die nach dem 1. September 2025 genehmigt wurden, gelten ebenfalls strenge Vorgaben:

  • Mindestfahrzeugpreis: 100.000 Ringgit (ca. 20.500 €)
  • Exportpflicht: mindestens 80 Prozent der Produktion müssen exportiert werden
  • Tiefe lokale Wertschöpfung: Schweißen, Lackieren und Endmontage müssen in Malaysia erfolgen

BYDs geplantes CKD-Werk in Tanjung Malim, Perak – rund 600.000 Quadratmeter groß – soll Berichten zufolge auf Eis liegen. Analysten halten die 80-Prozent-Exportquote für unrealistisch, da BYD bereits große Kapazitäten in Thailand, Indonesien und China unterhält.

Strategische Ausweichmanöver

Einige chinesische Hersteller nutzen bestehende Partnerschaften, um die harten Auflagen zu umgehen. Im Juni 2026 startete Leapmotor (Leapmotor) die lokale Montage seines C10-Modells in Gurun, Kedah – in den bestehenden Stellantis-Werken. Auch XPeng (XPeng) begann in Zusammenarbeit mit dem lokalen Hersteller EPMB die Produktion des rechtsgelenkten G6. Weil diese Projekte auf vorhandene Infrastruktur setzen, unterliegen sie nicht der 80-Prozent-Exportverpflichtung.

Die malaysische Regierung betont, dass die neuen Richtlinien auf hochwertige Investitionen, Technologietransfer und eine robuste lokale Lieferkette abzielen – Vorbild ist das Industrie-Modell der heimischen Hersteller Proton und Perodua.

Hinweis: Preise beziehen sich auf den malaysischen Markt (Ringgit, umgerechnet zum Kurs von ca. 0,205 €/Ringgit).


Die Maßnahme betrifft den malaysischen Markt und hat keine direkten Auswirkungen auf Deutschland. BYD und andere chinesische Hersteller sind in Deutschland bereits mit anderen Modellen vertreten (z. B. BYD Atto 3, Dolphin, Seal). Die deutschen Importe unterliegen EU-weiten Zöllen, nicht den malaysischen Regeln.


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