XPeng MONA M03: 620 km Reichweite ab 17.400 €
XPeng MONA M03: Das erste echte Globalmodell
XPeng (小鹏) hat am 2. Juli in Peking den MONA M03 enthüllt, das erste von Grund auf für über 60 Märkte entwickelte Fahrzeug. Die offizielle Weltpremiere findet am 16. Juli 2024 in München statt. Der Marktstart in Europa ist für 2025 geplant. Mit einem chinesischen Einstiegspreis von ca. 17.400 € (ca. 135.900 Yuan)* positioniert sich der MONA M03 als Konkurrent zum VW ID.3 oder MG4 Electric.
*Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
Technische Daten: Zwei Batterieoptionen
Der MONA M03 wird mit zwei Batterieoptionen ausgeliefert:
- 51,8 kWh (LFP): 485 km Reichweite nach chinesischem CLTC-Zyklus (typischerweise 10–15 % höher als WLTP) – entspricht ca. 412 km (WLTP-Schätzwert)
- 62,2 kWh (NMC): 620 km CLTC – entspricht ca. 527 km (WLTP-Schätzwert)
Die maximale Ladeleistung liegt bei 120 kW. Der heckmontierte Elektromotor leistet in der Basis 140 kW (190 PS), die Topversion kommt auf 160 kW (217 PS). Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 200 km/h.
Globale Strategie: 60 Länder als Ziel
CEO He Xiaopeng erklärte, der MONA M03 solle das meistverkaufte Modell der Marke werden. Aktuell stammen rund 20 % der Auslieferungen aus dem Ausland, mittelfristig peilt XPeng 50 % Exportanteil an. Für den M03 rechnet das Unternehmen im ersten Jahr mit 30 bis 40 % Absatz außerhalb Chinas. Design und Technik wurden speziell auf die Anforderungen verschiedener Märkte zugeschnitten – von europäischer Fahrkultur bis zu asiatischen Stadtumgebungen.
KI als Schlüsseltechnologie
XPeng setzt stark auf künstliche Intelligenz. Im M03 kommen selbst entwickelte Chips, Betriebssysteme und das VLA-Modell (Vision-Language-Action) zum Einsatz – ein KI-Basismodell, das Fahrassistenz, aktive Geräuschunterdrückung und adaptive Fahrwerksregelung verknüpft. Ziel ist es, das Auto „intelligent und mit Seele" zu machen, so He. Die interne Entwicklung umfasst auch eine enge Verzahnung mit der Robotertechnik: Langfristig sollen Fahrzeuge und humanoide Roboter auf einer gemeinsamen KI-Plattform basieren.
Autonomes Fahren: L4 und L5 rücken näher
Die Vereinten Nationen haben kürzlich einheitliche Regelungen für autonome Fahrstufen L2 bis L5 verabschiedet. Nach einer sechsmonatigen Umsetzungsfrist (ab Dezember 2024) kann XPeng seine Assistenzsysteme, die bisher nur in China und den USA funktionierten, auch in der EU aktivieren. He Xiaopeng rechnet damit, dass L4 und L5 innerhalb von drei bis fünf Jahren Realität werden – schneller als viele erwarten. XPeng testet das VLA-Modell bereits in ausgewählten Ländern und will es ab 2025 schrittweise in Europa freischalten.
Fahrwerk: Ausgewogen für alle Märkte
Der M03 soll eine „frische" Fahrdynamik bieten: kleiner Wendekreis, kurze Bremswege, wenig Wankneigung und eine Anti-Übelkeit-Funktion gegen starkes Nicken. Die Abstimmung ist nicht extrem sportlich, sondern balanciert zwischen Agilität und Komfort – für chinesische und europäische Fahrer gleichermaßen.
XPeng ist bereits in Norwegen, Schweden, Dänemark und den Niederlanden vertreten. Ein offizieller Marktstart in Deutschland ist angekündigt, der MONA M03 wird voraussichtlich 2025 bei deutschen Händlern stehen – zu Preisen, die noch nicht festgelegt sind.

