XPeng MONA L03: Weltpremiere am 16. Juli in München
Weltpremiere in München
XPeng (小鹏) hat am 2. Juli 2024 in Peking den Vorverkauf des MONA L03 gestartet. Die offizielle Weltpremiere des neuen Elektroautos findet jedoch am 16. Juli in München statt. Damit unterstreicht XPeng seine globalen Ambitionen: Der MONA L03 ist das erste Modell, das von Beginn an für über 60 Länder konzipiert wurde. „Dieses Auto wird das meistverkaufte in der Geschichte von XPeng sein“, sagte Produktchef Yang Guang bei der Vorstellung. CEO He Xiaopeng ergänzte, dass der L03 mit seiner kompakten Größe besonders gut für viele Märkte außerhalb Chinas geeignet sei. Bislang bietet XPeng in Europa nur Modelle ab etwa 45.000 € an – der L03 soll darunter liegen.
Design von jungen Leuten für junge Leute
Das Entwicklungsteam setzt bewusst auf eine junge, frische Ansprache. „Wir haben uns gegen den typischen ‚von oben herab‘-Ton entschieden“, erklärte Yang Guang. Stattdessen lautete das Motto: „Junge Leute bauen sich ihr eigenes Auto.“ Die Ingenieure und Designer sind selbst in den Zielgruppen unterwegs – sie campen, surfen, skaten und filmen Vlogs. Aus diesen Alltagsszenen entstanden Funktionen, die im MONA L03 Einzug halten. Zahlreiche versteckte Easter-Eggs und teils kontroverse Innovationen sind an Bord – bewusst als kreative Experimente. XPeng hat dafür KI in Design und Simulation eingesetzt, um Ressourcen für solche Ideen freizusetzen.
KI als Herzstück
XPeng setzt stark auf Künstliche Intelligenz – sowohl im Produktionsprozess als auch im Fahrzeug. Das Unternehmen entwickelt eigene Chips, Betriebssysteme, Foundation Models und Fahrassistenzsysteme. „KI wird jedes Auto zu einem vierrädrigen Roboter machen“, prophezeite He Xiaopeng. Er verweist auf Funktionen wie aktive Geräuschunterdrückung, KI-basiertes Fahrwerk, KI-Musik und AEB. Das VLA-Modell (Vision Language Action) – eine Kombination aus Bildverstehen, Sprachsteuerung und Aktion – soll nach und nach in alle Modelle einfließen. Ab August 2024 wird es international getestet, ab dem ersten bis vierten Quartal 2025 soll es in vielen Ländern verfügbar sein – lokalisiert, sprachgesteuert und offline nutzbar.
Globale Ambitionen
Aktuell stammen rund 20 % des XPeng-Absatzes aus Übersee – das Ziel sind 50 %. Der MONA L03 soll im ersten Jahr 30 bis 40 % seiner Verkäufe außerhalb Chinas erzielen. Die ab Dezember 2024 geltende UN-Regulierung für Level-2-Fahrassistenz ebnet den Weg für globalen Einsatz. He Xiaopeng ist überzeugt: „Level 4 und 5 werden schneller kommen, als die meisten denken – in drei bis fünf Jahren.“ Die Fahrwerksabstimmung des L03 ist auf weltweite Märkte ausgelegt: agil, aber nicht zu straff, mit kleinem Wendekreis und Anti-Wank-Funktion. Auch Sitzkomfort und Bedienung wurden für unterschiedliche Kulturen optimiert. Mit dem L03 startet XPeng in eine neue Phase der Internationalisierung.
In Deutschland
XPeng ist in Norwegen, Schweden, Dänemark, Niederlande erhältlich, jedoch noch nicht offiziell in Deutschland.
XPeng ist in mehreren nordeuropäischen Ländern vertreten, der Markteintritt in Deutschland ist angekündigt.

