Hyundai Ioniq V: 620-km-Fastback mit 800V-Technik nur für China
Hyundai (Hyundai) hat auf der Auto China 2026 in Peking den Ioniq V (Ioniq Venus) vorgestellt – ein 4,90 Meter langes Fastback-Sedan, das eine strategische Designwende markiert. Statt des bisherigen Retro-Pixel-Stils setzt die Studie auf eine lokalisierte Cyberpunk-Ästhetik aus einem chinesischen Designteam. Die Abmessungen: 4.900 mm Länge, 1.890 mm Breite, 1.470 mm Höhe bei einem Radstand von 2.900 mm. Das Fahrzeug basiert auf der modularen E-GMP-Plattform und wird sowohl als reines Elektroauto (BEV) als auch als Range-Extender (EREV) angeboten. Für Deutschland ist kein Marktstart vorgesehen, doch die zugrundeliegende Technik ist richtungsweisend – insbesondere die 800-Volt-Architektur, die CATL-Batteriekooperation und das Momenta-Fahrassistenzsystem könnten in künftigen Hyundai-Modellen für Europa zum Einsatz kommen.
Plattform: 800V-Architektur und CATL-Batterie
Das Herzstück des Ioniq V ist die 800-Volt-Architektur (800V-Bordnetz), die extrem schnelle Ladevorgänge ermöglicht. Die Energie speichert ein fortschrittlicher Lithium-Ionen-Akku von CATL. Laut Zulassungsdokumenten des chinesischen MIIT beträgt die Batteriekapazität 66,8 kWh – ein für die Fahrzeugklasse überraschend niedriger Wert. Die offizielle Reichweite liegt bei 620 Kilometern (CLTC – chinesischer Verbrauchszyklus, typischerweise 10–15 % höher als WLTP), was umgerechnet ca. 530 Kilometern (WLTP-Schätzwert) entspricht. Rechnerisch ergibt sich ein extrem niedriger Verbrauch von nur rund 10,8 kWh/100 km (CLTC). Sollte dieser Wert zutreffen, wäre der Ioniq V eines der effizientesten Elektroautos seiner Klasse. Branchenkenner vermuten hinter der Angabe von 66,8 kWh allerdings einen möglichen Zahlendreher oder eine Verwechslung mit der EREV-Variante. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.


