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XPengSinaVon 3 Min. Lesezeit

XPeng MONA L03: Globales Modell für 60 Länder

Der neue XPeng MONA L03 feiert am 16. Juli 2024 in München Weltpremiere. Das global entwickelte Elektroauto soll 30–40 % seiner Verkäufe außerhalb Chinas erzielen.

XPeng MONA L03: Globales Modell für 60 Länder

Anfang Juli 2024 präsentierte XPeng (小鹏) in Peking den MONA L03 im Rahmen einer Vorverkaufsveranstaltung. Die globale Premiere ist für den 16. Juli 2024 in München geplant. Das Modell ist das erste Fahrzeug, das von Grund auf für den weltweiten Markt – rund 60 Länder – konzipiert wurde und soll die Internationalisierung des chinesischen Herstellers massiv vorantreiben. Preise für den chinesischen Markt wurden noch nicht genannt.

Design für die junge Generation

Produktchef Yang Guang betonte, dass das Entwicklungsteam mit Anfang 20 bewusst jung besetzt ist: „Wir haben nicht für ‚die Jugend‘ entworfen, sondern als Jugend für uns selbst." Die Funktionen spiegeln reale Freizeitaktivitäten wie Camping, Surfen und Skifahren wider. Das Design vermeidet „erwachsene Bevormundung" und setzt stattdessen auf kleine, überraschende Details – selbst wenn diese auf den ersten Blick wenig praktisch erscheinen. Die gesamte Entwicklung wurde durch KI-gestützte Simulation und Designoptimierung beschleunigt, die eingesparten Ressourcen flossen in kreative Freiheit.

KI und autonome Technologie

XPeng-CEO He Xiaopeng sieht im Zusammenspiel von KI und Automobil den einschneidenden Wandel der nächsten Dekade: „Jedes Auto wird zu einem vierrädrigen Roboter." Das Unternehmen hat eigene Chips, Betriebssysteme, Foundation Models und ein fortschrittliches Fahrassistenzsystem (ADAS) entwickelt, das auf Edge-Computing und Sicherheit ausgelegt ist. Themen wie aktive Geräuschunterdrückung, KI-gestütztes Fahrwerk, KI-Musik und Notbremsassistent (AEB) werden kontinuierlich weiterentwickelt. Das VLA-Modell (Vision-Language-Action), ein KI-Modell, das visuelle und sprachliche Informationen verarbeitet, wird ab August 2024 getestet und soll ab dem ersten bis vierten Quartal 2025 schrittweise in internationalen Märkten eingeführt werden – in mehreren Sprachen und lokalisiert für unterschiedliche Verkehrsumgebungen.

Globalisierungsstrategie

Der MONA L03 ist XPengs erstes Modell, das von Beginn an für den Export ausgelegt ist. Rund 20 % des aktuellen XPeng-Absatzes stammen aus Übersee; langfristig strebt das Unternehmen eine 50:50-Verteilung an. Für den MONA L03 erwartet Yang Guang im ersten Jahr 30 bis 40 % Exportanteil. He Xiaopeng ergänzt: „Bisher hatten wir nur zwei Modelle über 45.000 € in Europa – mit dem L03 wird der globale Sprung viel größer." Der Marktstart in Europa soll durch die neuen UN-Regularien für autonomes Fahren erleichtert werden: Seit Dezember 2024 erlaubt ein weltweit gültiges Regelwerk L2-Systeme (vergleichbar mit Highway-Assistenten) und schafft damit die regulatorische Grundlage für die Auslieferung von Fahrassistenzfunktionen in der EU. XPeng ist Mitglied des entsprechenden UN-Gremiums.

Zukunftsausblick

He Xiaopeng prognostiziert, dass die Entwicklung von Stufe-2- zu Stufe-4/5-Systemen (hochautomatisiertes Fahren) exponentiell verlaufen wird: „In den nächsten ein bis drei Jahren werden wir einen Faktor von 10 bis 1000 Unterschied zu heutigen Systemen sehen." Die Integration von Automobil- und Robotiktechnologie werde bis 2030 erste konkrete Formen annehmen – das Unternehmen forscht an kombinierten Fahr- und Roboter-Plattformen. Mit dem MONA L03 will XPeng nicht nur ein neues Modell, sondern den Anspruch untermauern, ein globaler Technologiekonzern zu werden, der Mobilität durch physische KI neu definiert.


In Deutschland

XPeng ist in Norwegen, Schweden, Dänemark, Niederlande erhältlich, jedoch noch nicht offiziell in Deutschland.

XPeng ist in mehreren nordeuropäischen Ländern vertreten, der Markteintritt in Deutschland ist angekündigt.

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