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XPengSinaVon 3 Min. Lesezeit

XPeng MONA L03: Ab ca. 15.300 €, bis 620 km Reichweite

Der neue XPeng MONA L03 startet in China ab ca. 15.300 €. Mit bis zu 620 km Reichweite (CLTC) und 190 PS zielt er auf junge Käufer. Europa-Einführung für 2025 erwartet.

XPeng MONA L03: Ab ca. 15.300 €, bis 620 km Reichweite

XPeng (小鹏) hat mit dem MONA L03 sein erstes von Grund auf global entwickeltes Elektroauto vorgestellt. Die Premiere und der Vorverkauf fanden Anfang Juli in Peking statt. Das kompakte Modell richtet sich gezielt an junge, technikaffine Fahrer und soll laut Unternehmensangaben das meistverkaufte Modell der Marke werden.

Der MONA L03 basiert auf einer neuen Plattform und wird in zwei Akku-Varianten angeboten. Konkrete Preise für den deutschen Markt stehen noch nicht fest; die chinesischen Einstiegspreise liegen bei umgerechnet rund 15.300 € (ca. 119.900 Yuan)*.

Technische Daten des MONA L03 (laut bisher bekannten Angaben)

  • Antrieb: Elektromotor mit 140 kW (190 PS)
  • Akku: Lithium-Eisenphosphat (LFP)
    • Variante 1: 51,8 kWh – Reichweite 515 km (CLTC), entspricht ca. 440 km (WLTP-Schätzwert)
    • Variante 2: 62,2 kWh – Reichweite 620 km (CLTC), entspricht ca. 530 km (WLTP-Schätzwert)
  • Ladeleistung: Gleichstrom (DC) bis zu 120 kW; 30–80 % in etwa 30 Minuten
  • Beschleunigung: 0–100 km/h in ca. 7,8 Sekunden (geschätzt)
  • Maße: Länge 4,78 m, Radstand 2,815 m (vergleichbar mit VW ID.3 – jedoch etwas länger)
  • Bauart: Kompakt-Limousine (Fließheck)

Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen. CLTC (chinesischer Verbrauchszyklus, typischerweise 10–15 % höher als WLTP) wurde bei Reichweitenangaben verwendet.

KI und junge Entwickler: Die Philosophie des MONA L03

Entwickelt wurde das Modell maßgeblich von einem jungen Team. Produktchef Yang Guang erläuterte: „Statt eines bevormundenden ‚Lehrermodus‘ haben wir ein Fahrzeug geschaffen, das junge Leute für sich selbst bauen.“ Die Ausstattung spiegelt reale Hobbys wie Camping, Surfen und Snowboarden wider – ergänzt durch spielerische Easter Eggs und unkonventionelle Innovationen. Künstliche Intelligenz (KI) kam nicht nur bei Entwicklungssimulationen und Designvarianten zum Einsatz, sondern fließt auch direkt in Fahrzeugfunktionen ein: aktives Fahrwerk, Geräuschunterdrückung, KI-basierte Musik- und Sicherheitssysteme.

Autonomes Fahren global: Neue Regeln ab Dezember

Ein zentraler Punkt der Strategie ist das autonome Fahren. XPeng-CEO He Xiaopeng begrüßte die jüngste Verabschiedung eines weltweit einheitlichen L2/L3-Regelwerks durch die Vereinten Nationen (UN). Ab Dezember 2024 können damit Funktionen wie der Autobahnpilot (NOA) international genutzt werden – bisher war dies faktisch auf die USA und China beschränkt. XPeng ist Mitglied des UN-Gremiums und treibt die eigene Vision voran: „Wir arbeiten daran, von L2 direkt zu L4/L5 zu springen. Der Fortschritt durch KI wird in den nächsten drei Jahren zehn- bis tausendfache Unterschiede schaffen“, so He Xiaopeng.

Das hauseigene VLA-Modell (Vision Language Action Model – ein KI-Modell, das Bildverstehen, Sprache und Aktion kombiniert) wird bereits seit 2023 in ausgewählten Ländern getestet. Ab August 2024 soll die Erprobung beschleunigt werden, mit dem Ziel, die Technologie ab Anfang 2025 international auszurollen – inklusive lokalisierter Sprachsteuerung ohne Internetverbindung.

Mit dem MONA L03 will XPeng gleichzeitig Globalisierung und Demokratisierung von E-Mobilität vorantreiben. Die Marke strebt langfristig an, 50 % ihres Absatzes außerhalb Chinas zu erzielen. Der MONA L03 soll dabei als Volumenmodell dienen – mit einem prognostizierten Exportanteil von 30–40 % im ersten Verkaufsjahr.


Offizieller Marktstart in Deutschland noch nicht angekündigt (Stand: Juli 2024). Ein Europastart wird für 2025 erwartet; die globale Vorstellung des MONA L03 ist für den 16. Juli 2024 in München geplant.

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