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XPengSinaVon 3 Min. Lesezeit

XPeng MONA L03 feiert Weltpremiere in München am 16. Juli

XPeng stellt den MONA L03 als erstes globales Modell vor. Die Weltpremiere findet am 16. Juli 2025 in München statt. Das Elektroauto soll bis zu 40 Prozent des Umsatzes aus Übersee generieren.

XPeng MONA L03 feiert Weltpremiere in München am 16. Juli

XPeng (小鹏) hat am 2. Juli 2025 in Peking den MONA L03 offiziell enthüllt – ein kompaktes Elektroauto, das von Grund auf als globales Fahrzeug für über 60 Länder entwickelt wurde. Die Weltpremiere für den internationalen Markt ist für den 16. Juli 2025 in München geplant. Konzernchef He Xiaopeng bezeichnete das Modell als „das meistverkaufte Auto in der Geschichte von XPeng". Das Fahrzeug soll in der ersten Ausbaustufe rund 30 bis 40 Prozent seiner Verkäufe außerhalb Chinas erzielen, langfristig strebt XPeng einen Exportanteil von 50 Prozent an.

Globale Strategie: Europa als Kernmarkt

Der MONA L03 ist das erste XPeng-Modell, das von Beginn an für den weltweiten Einsatz konzipiert wurde. Die Abmessungen und das Fahrwerk sind speziell auf europäische Straßen zugeschnitten. Nach Angaben von Produktchef Yang Guang wurde das Fahrwerk auf einen „sportlich-komfortablen" Kompromiss abgestimmt: geringer Wendekreis, kurze Bremswege und wenig Seitenneigung in Kurven, dazu eine Anti-Übelkeit-Funktion, die das lästige Nicken beim Anfahren und Bremsen reduziert. Das Design soll sowohl junge chinesische Käufer als auch europäische Familien ansprechen – daher verzichtet man auf eine radikale Modulstrategie.

Aktuell erzielt XPeng rund 20 Prozent seines Umsatzes mit Exporten. In Europa verzeichnet die Marke ein Wachstum von über 100 Prozent im Jahresvergleich. Bislang sind dort nur Modelle ab rund 45.000 Euro erhältlich. Mit dem günstigeren MONA L03 – für den Inlandsmarkt ab ca. 16.600 € (ca. 129.800 Yuan)* – erhofft sich XPeng einen deutlichen Schub für die Expansion in Deutschland und weiteren EU-Ländern. Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.

KI und autonomes Fahren: VLA-System kommt nach Europa

Ein zentraler Pfeiler ist das intelligente Fahrassistenzsystem. XPeng setzt auf die selbst entwickelte VLA-Architektur (Vision-Language-Action), die Kameras, Sensorik und Sprachsteuerung vereint. Die VLA-Technologie soll schrittweise auch auf internationale Märkte übertragen werden. Erste Tests laufen seit Sommer 2024 in ausgewählten Ländern, ab August 2025 wird das Tempo erhöht. He Xiaopeng rechnet damit, dass die VLA-Funktionen bis Ende 2026 in den meisten europäischen Ländern verfügbar sein werden – mit lokalisierter Sprachsteuerung und offline-fähiger KI.

Die internationale Freigabe wird durch die jüngste UN-Regulierung für automatisierte Fahrfunktionen erleichtert: Seit Juni 2025 gilt eine weltweit einheitliche Regelung für L2- und L3-Fahrsysteme. He Xiaopeng erwartet, dass dies den Markteintritt chinesischer Anbieter beschleunigt. Er selbst plädiert für einen Sprung von L2 direkt auf L4/L5, da die KI-Entwicklung exponentiell voranschreite. „In den nächsten ein bis drei Jahren wird der Abstand zwischen heutigen L2-Systemen und hochautomatisiertem Fahren das 10- bis 1000-fache betragen", so He.

Design: Keine reine Modulstrategie

Anders als viele Wettbewerber setzt XPeng nicht auf eine einheitliche Designsprache. Die Baureihen MONA, P-Serie und GX erhalten eigenständige Gesichter, die auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten sind. „Modularität darf nicht in purem ‚Badge-Engineering‘ enden", sagt Designchef Yang Guang. Stattdessen würden die besten Elemente der Vorgänger übernommen, während Schwächen konsequent ausgemerzt werden. Sogar versteckte Details wie die Gestaltung von Motorhauben-Innenseiten oder unsichtbaren Schraubstellen erhalten Aufmerksamkeit – ein Ansatz, der an Premiummarken erinnert.

He Xiaopeng kündigte an, dass künftige Modelle noch stärker auf die Bedürfnisse internationaler Kunden eingehen werden. Parallel arbeitet XPeng an der Integration von Robotertechnik: Die Fahrzeug- und die humanoide Roboterabteilung forschen gemeinsam an sogenannten „Full-Body Motion Control" – einer Steuerung, die sowohl auf Rädern als auch auf Beinen funktioniert. „Bis 2030 werden wir die ersten Ansätze einer tiefen Verschmelzung von Auto und Roboter sehen", prognostiziert He.


In Deutschland

XPeng ist in Norwegen, Schweden, Dänemark, den Niederlanden erhältlich, jedoch noch nicht offiziell in Deutschland. Der MONA L03 soll als erstes Volumenmodell den Markteintritt in Deutschland vorbereiten. Eine Markteinführung wird für 2026 erwartet.

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