CATL und DHL: Megawatt-Laden für Europas Lkw-Flotten
CATL (宁德时代) und die DHL Group haben eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnet, um ihre strategische Zusammenarbeit auszubauen. Ziel ist es, die Elektrifizierung und Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs in ganz Europa zu beschleunigen. Der neue Rahmen soll eine wiederholbare Methodik für die Elektrifizierung von Fracht schaffen — weg von einzelnen Pilotprojekten hin zu einem offenen Ökosystem, das Logistikbedarf und moderne Energielösungen verbindet.
Ein offenes Ökosystem für nachhaltige Logistik
Beide Unternehmen bringen ihre Expertise zusammen, um die Komplexität der Umstellung auf emissionsarme Logistik zu bewältigen. Die zentralen Felder der Zusammenarbeit:
- Identifikation grüner Korridore: strategische Streckenplanung für die Elektrifizierung.
- Einbindung der Hersteller: Zusammenarbeit mit Fahrzeugproduzenten.
- Infrastruktur: Aufbau mobiler und stationärer Ladelösungen.
- Batteriewechsel: Pilotprojekte zur Unterstützung des Schwerlastverkehrs.
Diese Partner sind an Bord
Für diese Ziele binden CATL und DHL ein breiteres Netzwerk an Industriepartnern ein:
- Quibo Energy: Anbieter intelligenter Energieinfrastruktur, unterstützt von CATL und Xiaomi (小米), spezialisiert auf mobile Kraftwerkslösungen.
- FleetBoost: Anbieter flexibler Hochleistungs-Lade- und Energiespeichersysteme (FleetBooster-Serie) mit CATL-Batterietechnik.
- Swaptopus: ein Joint Venture von CATL und Octopus Energy für ein Wechselakkunetz für E-Lkw in Europa.
Megawatt-Laden für schwere Lkw
Akin Li, Executive President von CATL Overseas, betont den ganzheitlichen Ansatz: „Um die Elektrifizierung des Güterverkehrs erfolgreich zu machen, braucht es echte Logistiknachfrage kombiniert mit Fahrzeugen, Laden, Energiespeicherung, Batteriewechsel und Lebenszyklus-Services. So wollen wir mit DHL und weiteren Partnern praktikable und skalierbare Lösungen für emissionsfreien Güterverkehr schaffen."
Für die DHL Group ist die Partnerschaft ein wichtiger Schritt zu ihrem Unternehmensziel, bis 2050 netto-null Logistikemissionen zu erreichen. Die nachhaltigen Frachtlösungen sollen fest in die europäischen Abläufe integriert werden. Technisch setzt das Konzept auf:
- mobile Energiespeicher mit 2 MWh für ultraschnelles Laden (Quibo)
- Hochleistungs-Laden und stationäre Speicher (FleetBooster)
- Batteriewechselstationen für schwere Lkw
- Megawatt-Laden (MCS) für Nutzfahrzeuge
In Deutschland nicht erhältlich
Xiaomi Auto ist ausschließlich im chinesischen Markt erhältlich. Pläne für eine europäische Expansion wurden bislang nicht angekündigt.





