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BYDCarNewsChinaVon 3 Min. Lesezeit

CATL startet Testbetrieb in Ungarn: 100-GWh-Werk

CATL startet den Testbetrieb seines Batteriewerks in Debrecen. Mit geplanten 100 GWh wird die Fabrik zur größten des Konzerns außerhalb Chinas.

CATL startet Testbetrieb in Ungarn: 100-GWh-Werk

CATL startet Testbetrieb in Ungarn: 100-GWh-Werk

CATL hat am 22. September 2026 den Testbetrieb in seinem neuen Zellwerk im ungarischen Debrecen aufgenommen. Die Anlage soll im Endausbau 100 GWh Kapazität erreichen und wäre damit die größte Produktionsstätte des chinesischen Batteriekonzerns außerhalb Chinas. Zunächst gehen zwei Produktionslinien in Betrieb, an denen Anlagen und Fertigungsprozesse erprobt werden.

Testphase vor der Serienproduktion

Nach Angaben des Unternehmens sind mit dem Start alle Voraussetzungen und behördlichen Anforderungen erfüllt. In der Testphase werden Maschinen aufgebaut, optimiert und validiert, bevor die Serienfertigung anläuft. Die Gesamtkapazität von 100 GWh entsteht in mehreren Stufen — die erste Ausbaustufe, die jetzt anläuft, umfasst 34 GWh.

Behörden hatten den Betrieb zeitweise gestoppt

Das Projekt war zuvor Gegenstand intensiver behördlicher Prüfungen. Anfang dieses Jahres hatte das Amt der Komitatsregierung Hajdú-Bihar angeordnet, den Betrieb in Teilen des Werks vorübergehend auszusetzen — Grund waren Bedenken des Arbeitsschutzes im Umgang mit Nickel. Neun Mitarbeiter waren betroffen. CATL hat daraufhin nach eigenen Angaben umfangreiche Maßnahmen für Gesundheit und Sicherheit umgesetzt. Die ungarischen Behörden bestätigten inzwischen, dass alle festgestellten Mängel behoben sind, sodass das Projekt fortgesetzt werden konnte.

Modulfertigung läuft seit Herbst 2024

Debrecen ist als strategischer Knotenpunkt für die europäische Autoindustrie angelegt und beliefert Hersteller, die in Ungarn erhebliche Kapazitäten für Elektroautos aufgebaut haben. Neben den neuen Zelllinien fertigt der Standort bereits seit Herbst 2024 Batteriemodule — nach Konzernangaben bis heute 537.000 Einheiten. In Ungarn produzieren unter anderem Mercedes-Benz, Audi und BMW; auch BYD baut in Szeged ein Werk auf. Für deutsche Autofahrer ist die Fabrik damit vor allem als Zulieferer jener Modelle relevant, die aus ungarischer Fertigung nach Europa kommen.

Technische Daten und Status

Ausblick

CATL will nach eigenen Angaben eng mit der ungarischen Regierung und den lokalen Behörden zusammenarbeiten. Während der Testphase werden Gesundheit der Beschäftigten, Arbeitssicherheit und Umweltauflagen fortlaufend überwacht; die Ergebnisse gehen proaktiv an die Aufsichtsbehörden. Der Hochlauf in Debrecen ist zugleich eine Antwort auf den wachsenden Druck, die Zellfertigung für den europäischen Markt näher an die Fahrzeugwerke zu holen.


In Deutschland

BYD ist bereits auf dem deutschen Markt vertreten. Aktuelle Modelle in Deutschland: Atto 2, Atto 3, Dolphin, Seal, Sealion 7, Han.

BYD ist seit 2022 auf dem deutschen Markt aktiv und baut sein Händlernetz kontinuierlich aus.

Für die Batterieversorgung ist CATL in Deutschland bereits mit einem eigenen Werk in Arnstadt (Thüringen) präsent. Die Debrecener Fabrik erweitert die Kapazität für europäische Hersteller deutlich; ein direkter Modellbezug für deutsche Kunden besteht nicht, die Anlage wirkt als Zulieferer in die Fahrzeugproduktion hinein.


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