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AAA-Test: Hybriden im Winter ebenso ineffizient wie E-Autos

Eine US-Studie der AAA zeigt: Bei minus 7 °C steigt der Spritverbrauch von Hybriden um 23 Prozent. Auch Elektroautos leiden – trotz moderner Wärmepumpen kaum Besserung seit 2019.

AAA-Test: Hybriden im Winter ebenso ineffizient wie E-Autos

Dass Elektroautos bei Kälte an Reichweite einbüßen, ist bekannt. Eine aktuelle Studie der amerikanischen Automobilorganisation AAA (American Automobile Association) belegt nun: Auch Hybridfahrzeuge sind keineswegs kälteresistent – ihr Kraftstoffverbrauch steigt unter winterlichen Bedingungen erheblich.

Die Forscher testeten sieben Modelle unter kontrollierten Bedingungen auf einem Rollenprüfstand. Bei 24 °C als Referenztemperatur und einer konstanten Innenraum-Einstellung von 22 °C wurden drei Szenarien simuliert: Normal (24 °C), Hitze (35 °C) und Kälte (minus 7 °C).

Ergebnisse: Kälte schlägt härter zu als Hitze

Im heißen Sommer (35 °C) sank die Effizienz von Elektroautos um zehn Prozent (Reichweitenverlust 8,5 %), bei Hybriden um zwölf Prozent. Deutlich drastischer fällt der Wintereinbruch aus: Bei minus 7 °C verloren die Stromer 36 Prozent an Effizienz und 39 Prozent an Reichweite. Hybridfahrzeuge büßten 23 Prozent ihres Spritverbrauchs ein – ein Wert, der selbst die AAA-Forscher überraschte.

Der Grund: Beide Antriebsarten nutzen Lithium-Ionen-Batterien, deren chemische Aktivität bei Kälte nachlässt. Hybride haben zwar kleinere Akkus und können die Abwärme des Verbrenners zum Heizen nutzen, doch der Effekt fällt geringer aus als erwartet. „Die Hersteller haben die Wärmemanagementsysteme weiterentwickelt, aber die Ergebnisse liegen auf dem Niveau von 2019“, sagte Greg Brannon, Leiter der Fahrzeugtechnik bei der AAA.

Kostenunterschiede: Kälte verteuert jede Fahrt

Die AAA hat auch die finanziellen Auswirkungen berechnet:

  • Bei minus 7 °C steigen die Kraftstoffkosten für Hybride um umgerechnet etwa 26 Euro pro 1.600 Kilometer (28 $/1.000 Meilen).
  • Elektroautos kosten beim Laden zu Hause rund 30 Euro mehr pro 1.600 Kilometer (32 $), beim Schnellladen sogar 72 Euro (77 $) mehr.
  • Bei 35 °C fallen die Zuschläge moderater aus: rund 12 Euro für Hybride, 6,50 Euro (heim) bzw. 15 Euro (öffentlich) für E-Autos.

Hersteller wie Hyundai, Honda und GM arbeiten an verbesserten Wärmepumpen und intelligenten Energiemanagementsystemen. General Motors setzt auf einen „Wärmeverbund“ aus Kühlmittel- und Kältemittelkreislauf, der die Batterie im optimalen Temperaturfenster hält und Abwärme aus Leistungselektronik recycelt.

Praxistipps für kalte Tage

  • Vorheizen am Kabel (insbesondere bei E-Autos) spart viel Energie.
  • Sitz- und Lenkradheizung statt voller Gebläseheizung – sie verbrauchen weniger Strom als die Heizung des gesamten Innenraums.
  • Nicht belegte Plätze nicht mitheizen.

Fazit: Hybrid ist kein Allheilmittel gegen Kälte

Die AAA-Studie räumt mit dem Mythos auf, Hybride seien im Winter uneingeschränkt effizient. Auch hier sinken Wirkungsgrad und Reichweite deutlich. Solange die Batterietechnologie thermisch empfindlich bleibt, werden alle elektrifizierten Fahrzeuge unter extremen Temperaturen leiden. Transparente Verbrauchsangaben für verschiedene Klimazonen könnten Käufer helfen, realistische Erwartungen zu entwickeln.


In Deutschland

Die getesteten Modelle – Tesla Model Y, Ford Mustang Mach-E, Chevrolet Equinox EV, Toyota Prius, Honda CR-V Hybrid sowie Hyundai Tucson Hybrid – sind auch auf dem europäischen Markt erhältlich. Die AAA-Studie wurde unter US-amerikanischen Fahrbedingungen durchgeführt; die Ergebnisse lassen sich aber prinzipiell auf mitteleuropäische Winter übertragen. Deutsche Autofahrer sollten bei extremen Minusgraden mit zusätzlichen Verbrauchs- und Reichweitenverlusten rechnen.

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