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BYDCarNewsChinaVon 3 Min. Lesezeit

BYDs neue Blade-Batterie: 9 Minuten Ladung trotz 70 °C

BYDs zweite Blade-Batterie lädt in neun Minuten von 10 auf 97 %. CTO Sun Huajun weist Kritik an Überhitzung zurück: 70 °C seien kein Hindernis mehr. BYD baut 20.000 Schnellladestationen in China.

BYDs neue Blade-Batterie: 9 Minuten Ladung trotz 70 °C

Während die Marktdurchdringung von Elektroautos in China die 60-Prozent-Marke überschreitet, rückt die Batterieleistung in den Fokus. BYD (比亚迪) stellt mit seiner zweiten Generation der Blade-Batterie und der „Flash-Charge"-Technologie neue Maßstäbe auf. In einem Interview mit 36kr Auto verteidigte Sun Huajun, CTO der BYD-Batteriesparte, die Technik und räumte mit Zweifeln an der Hochtemperaturbeständigkeit auf.

Neun Minuten für 97 Prozent

Die zweite Blade-Batterie nutzt eine 1500-kW-Ladesäule und lädt von 10 auf 97 Prozent in nur neun Minuten. Selbst bei minus 30 °C dauert der Ladevorgang von 20 auf 97 Prozent nur drei Minuten länger als bei Raumtemperatur. BYD hat die Strategie „Flash Charge China" gestartet, um bis Ende 2026 landesweit 20.000 Blitzladestationen zu errichten. Bis zum 6. Mai waren bereits 5.924 Stationen fertiggestellt.

Sicherheit bei 70 °C: „Das ist keine Grenze mehr"

Die extreme Ladeleistung sorgte in der Branche für Diskussionen. Kritiker argumentierten, dass die hohe Leistung unweigerlich Temperaturen über 65 bis 70 °C erzeuge – eine kritische Schwelle für das Batteriematerial, bei der die schützende SEI-Schicht (Solid Electrolyte Interphase) Schaden nehmen könnte. Sun Huajun wies diese Bedenken als „veraltete Erfahrung" zurück. „70 °C war einfach die kognitive Grenze der Vergangenheit", so der CTO. Die symmetrische Struktur der Blade-Batterie und die beidseitige Kühlung böten natürliche Vorteile bei der Wärmeregulierung. BYD habe über 1.000 vollständige Schnellladezyklen getestet und extrem lange Strecken simuliert, etwa von Hainan nach Harbin, um die Zuverlässigkeit vor der Serienproduktion zu verifizieren.

LFP auch für Supersportwagen: „Sicherheit ist der ultimative Luxus"

Sun reagierte auch auf Aussagen von Konkurrent CATL, wonach Lithium-Eisenphosphat (LFP)-Batterien in Fahrzeugen über 250.000 Yuan (ca. 32.000 €) einen „Downgrade" darstellten. Er verwies auf den Yangwang U9, einen Supersportwagen von BYD für über 10.000.000 Yuan (ca. 1.280.000 €)*, der mit LFP-Technologie Spitzenwerte bei Beschleunigung und Handling erreicht. „Wer definiert, was 'High-End' ist?", fragte Sun. „Ein Batterielieferant, der eine Grenze nach Energiedichte zieht, oder der Kunde, der auf Handling, Komfort, Ladegeschwindigkeit und langfristige Sicherheit achtet?" BYDs Philosophie laute: „Sicherheit ist der ultimative Luxus."

Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.

Zukunft: Mehr Energie, mehr Wege

Obwohl die aktuelle Energiedichte von LFP-Systemen bei etwa 130 bis 140 Wh/kg liegt, sieht Sun noch deutliches Potenzial. BYD erforscht parallel Natrium-Ionen-, Festkörper- und „lithiumfreie" Anodentechnologien, um das elektrochemische Verständnis zu vertiefen. Sun ist überzeugt, dass die Blitzladetechnik die Einstiegshürde für die Branche erhöht: „Jeder kann 1C oder 2C laden. Aber es in unter zehn Minuten zu schaffen, erfordert tiefgehende elektrochemische Forschung und systemtechnische Integration, die nicht jeder kurzfristig erreichen kann."


In Deutschland

BYD ist bereits auf dem deutschen Markt vertreten. Aktuelle Modelle in Deutschland: Atto 2, Atto 3, Dolphin, Seal, Sealion 7, Han.

BYD ist seit 2022 auf dem deutschen Markt aktiv und baut sein Händlernetz kontinuierlich aus.

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