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Deepal will jedes zweite Auto exportieren – Europa im Visier

Die chinesische Marke Deepal (Changan) plant eine massive Exportoffensive: 2025 sollen 100.000 Fahrzeuge ins Ausland gehen, bis 2030 die Hälfte der Produktion. Auch Europa steht auf der Liste – ein Marktstart ist jedoch nicht terminiert.

Deepal will jedes zweite Auto exportieren – Europa im Visier

Die chinesische Automarke Deepal (深蓝汽车) will in den nächsten Jahren kräftig expandieren – und dabei auch den europäischen Markt ins Visier nehmen. Auf einer Fachkonferenz an der Tongji-Universität in Shanghai gab Deng Chenghao, Vizepräsident von Changan und Chairman von Deepal, Einblicke in die Strategie: 2025 peilt die Marke einen Absatz von rund 400.000 Fahrzeugen an, davon 100.000 im Export. Bis 2030 soll die jährliche Produktion auf eine Million steigen – die Hälfte davon für Märkte außerhalb Chinas. „Wir wollen besonders anspruchsvolle Märkte wie Europa erobern", so Deng.

Deepal ist eine Submarke des Staatskonzerns Changan (长安汽车), der 1862 gegründet wurde und seit 45 Jahren Autos baut. Die Marke positioniert sich als „mittlere bis obere Preislage mit Fokus auf Technologie und Sportlichkeit" – also vergleichbar mit Volkswagen, aber deutlich jünger und digitaler. Bisher wurden weltweit über 800.000 Deepal-Fahrzeuge ausgeliefert, das Portfolio umfasst Limousinen (L-Serie), SUVs (S-Serie) und Geländewagen (G-Serie).

Partnerschaft mit Huawei: Günstige selbstfahrende Technik

Ein zentraler Baustein der Strategie ist die Zusammenarbeit mit dem Technologiekonzern Huawei. Deepal bringt als eine der ersten Marken das fortschrittliche Fahrassistenzsystem Huawei乾崑 (vergleichbar mit Teslas FSD) in Fahrzeuge unter 200.000 Yuan (ca. 25.600 €)*. Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen. „Wir wollen die intelligente Technologie in für junge Kunden erschwingliche Preise bringen", sagte Deng. Bereits heute sind alle Deepal-Modelle serienmäßig mit Stufe-2-Assistenten ausgestattet; im Dezember 2024 erhielt Deepal die erste offizielle Testgenehmigung für Stufe-3-Autonomes Fahren in China.

Neben reinen Elektroautos (BEV) setzt Deepal auf Range-Extender (EREV – Elektromotor mit Verbrenner als Generator) und sogar auf Wasserstoff-Brennstoffzellen. Deng bekräftigte das Engagement für Wasserstoff: „Wir arbeiten daran, das Brennstoffzellensystem so kompakt und effizient zu machen, dass es unter 200.000 Yuan (ca. 25.600 €) angeboten werden kann." Die Antriebstechnik firmiert unter dem Namen „Origin Force" (原力电动) und umfasst einen hocheffizienten E-Motor sowie eine intelligente Reichweitenverlängerung.

Exportstrategie: Europa als nächster Schritt

Deepal ist Teil der Globalisierungsoffensive des Changan-Konzerns („海纳百川" – „alle Flüsse fließen ins Meer"). Für 2025 ist ein Export von 100.000 Einheiten geplant; ab 2030 soll die Hälfte aller produzierten Fahrzeuge außerhalb Chinas verkauft werden. Deng nannte explizit Europa als Zielregion, nannte aber keinen konkreten Zeitplan. Bislang ist Deepal in Europa nicht offiziell erhältlich.

Die Marke will sich über niedrige Preise, moderne Konnektivität und starke Fahrleistungen profilieren. Mit der Schwestermarke Avatr (阿维塔, ebenfalls Changan) bildet Deepal einen „mittleren bis oberen Premiumverbund", der gemeinsam auf 1,5 Millionen Fahrzeuge pro Jahr bis 2030 kommen soll.


In Europa

Dieses Fahrzeug bzw. Modell ist in Europa aktuell nicht offiziell erhältlich. Eine Markteinführung wurde bislang nicht angekündigt.

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