Geely EX5 Facelift: 329 PS, Hinterradantrieb und LiDAR
Geely (吉利) hat eine überarbeitete Version seines kompakten Elektro-SUV EX5 beim MIIT (chinesisches Industrie- und Informationsministerium) zur Typzulassung angemeldet. Das Modell, das in China unter dem Namen Galaxy E5 verkauft wird, kam 2024 auf den Markt. Nach Angaben des China EV DataTracker erzielte es von Januar bis Mai 2025 rund 24.150 Neuzulassungen. Der EX5 ist ein wichtiger Pfeiler von Geelys internationaler Expansion – das SUV wird bereits in mehrere ausländische Märkte exportiert.
Mehr Leistung und LiDAR an Bord
Der auffälligste Unterschied des Facelifts ist der LiDAR-Sensor auf dem Dach. Er deutet auf Geelys G-Pilot 2.0 Fahrassistenzsystem (optional mit Navigate On Autopilot, kurz NOA) hin, das automatische Spurwechsel und autonomes Fahren auf Autobahnen und innerorts ermöglicht – vergleichbar mit Teslas FSD. Ergänzt wird die Sensorik durch Seitenkameras an den vorderen Kotflügeln und eine weitere Kamera im Dachspoiler.
Statt der bisher versenkten Türgriffe setzt das Facelift auf konventionelle Türgriffe – Grund ist eine chinesische Regulierung, die versenkte Griffe ab 2027 einschränkt. Die Ladebuchse wanderte von der vorderen Kotflügelposition ans Heck.
Die Antriebsänderung ist fundamental: Statt Frontantrieb kommt nun ein Einzel-Elektromotor an der Hinterachse (Typ TZ184QY301) mit 329 PS (245 kW) – ein Plus von satten 114 PS gegenüber dem Vorgänger. Die Höchstgeschwindigkeit steigt von 175 km/h auf 201 km/h. Als Energiespeicher dient ein LFP-Akku (Lithium-Eisenphosphat), dessen Kapazität noch nicht genannt wurde.
Technische Daten des Geely EX5 Facelifts
- Länge × Breite × Höhe: 4.636 × 1.920 × 1.670 mm (21 mm länger als bisher)
- Radstand: 2.750 mm
- Leergewicht: 1.750 – 1.830 kg
- Räder: 18 oder 19 Zoll
- Böschungswinkel vorn/hinten: 16/20 Grad
Mit diesen Maßen positioniert sich der EX5 als kompaktes SUV – Konkurrenten sind unter anderem der VW ID.4 oder das Tesla Model Y.
Der aktuelle Geely EX5 wird bereits in ausgewählte EU-Märkte exportiert – etwa nach Norwegen und Schweden. Ein offizieller Marktstart in Deutschland ist bisher nicht bestätigt. Das Facelift dürfte rund ein Jahr später in Europa eintreffen.




