Avatr Konzept VISION XPECTRA: Europa-Start Ende 2025
Avatr (AVATR), das Joint Venture von Changan, Huawei und CATL, hat auf der diesjährigen Chongqing Auto Show seine gesamte Modellpalette und das Konzeptfahrzeug VISION XPECTRA präsentiert. Die Marke unterstrich damit ihren Anspruch, sich als chinesische Premiummarke im globalen Wettbewerb zu positionieren. Avatr kündigte an, Ende 2025 offiziell in Europa zu starten – ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu 800.000 Jahresverkäufen bis 2030, davon 40 Prozent außerhalb Chinas.
Konzept VISION XPECTRA: Vorgeschmack auf die nächste Generation
Das Konzept VISION XPECTRA feierte seine Premiere in Chongqing und gibt einen Ausblick auf die künftige Designsprache von Avatr. Es verkörpert die Philosophie des „emotionalen Luxus" (情感新奢) und setzt auf ein futuristisches Erscheinungsbild. Auffällig ist die gläserne Kuppel („Panorama-Prismen-Cockpit"), die an einen leuchtenden Wintergarten erinnert. Im Innenraum bildet der sogenannte „Emotionswirbel" (情感涡流) das zentrale Interface, das mit dem Fahrer interagiert und sich anpassen soll. Materialien wie Air-Fill-Stoffe und 3D-Gestrick erzeugen eine warme, lebendige Atmosphäre – das Auto wird zum „emotional-intelligenten Begleiter", nicht zur kalten Maschine.
Avatr verspricht, die Design-DNA des Konzepts ab der zweiten Modellgeneration in die Serie zu übernehmen. Das Design zieht bereits internationale Beachtung auf sich: Die Modelle Avatr 11, Avatr 12 und Avatr 06 haben zwischen 2024 und 2026 renommierte Preise wie Red Dot, iF und IDA gewonnen.
Technik: Taihang Intelligent Control 2.0 und Hardware-Partnerschaften
Avatr setzt auf Eigenentwicklungen und die Zusammenarbeit mit den Gesellschaftern Huawei und CATL. Das neu vorgestellte Fahrwerks- und Steuerungssystem Taihang Intelligent Control 2.0 (太行智控2.0) kombiniert einen verteilten elektrischen Antrieb mit einer Systemleistung von 712 kW – das entspricht einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 2,71 Sekunden. Das System soll auch bei schwierigen Bedingungen Sicherheit bieten:
- Stabilität bis 220 km/h mit geplatztem Reifen
- Aquaplaning-Schutz, Bremsen auf nassem Epoxidharzboden
- Anfahren auf 20 Prozent Eis-Steigung
- Redundantes Bremssystem: Fällt die mechanische Bremse aus, übernimmt der E-Antrieb.
Als Technologiepartner hat Huawei den weltweit ersten serienmäßigen 896-Linien-Lidar beigesteuert. Die Fahrassistenzsysteme der nächsten Generation (Huawei ADS 5, HarmonySpace 6) kommen in Kürze. Von CATL stammen die Schnellladetechnik und die kommende Feststoffbatterie (凝聚态电池), die erstmals im neuen großen SUV zum Einsatz kommt.
Neue Modelle: Avatr 07L und großes SUV mit Feststoffbatterie
Für das dritte Quartal 2025 hat Avatr den Avatr 07L angekündigt – ein fünfsitziges Mittelklasse-SUV mit elegantem Design und Familienpraxis. Es positioniert sich als Konkurrent zum BMW iX3 oder Mercedes EQE SUV. Zum Jahresende folgt dann ein großes sechssitziges SUV als Flaggschiff – es wird als erstes Fahrzeug die Feststoffbatterie von CATL erhalten.
Marke mit 260.000 Kunden und globalen Ambitionen
Fünf Jahre nach der Gründung hat Avatr über 260.000 Fahrzeuge ausgeliefert. Das Unternehmen ist in über 40 Ländern aktiv und will bis 2030 in 110 Märkten präsent sein. Die Europa-Expansion soll Ende 2025 beginnen – zunächst mit den Modellen Avatr 11, 12 und 06. Avatr betont die Bedeutung von Originaldesign und High-Tech als Erfolgsfaktoren, um sich vom Preiskampf in China abzuheben. Die Marke unterhält Designzentren in München und Shanghai mit 200 Mitarbeitern aus 25 Nationen.
In Deutschland
Avatr, ein Joint Venture von Changan, Huawei und CATL, plant eine Expansion nach Europa. Der Marktstart in Deutschland ist für Ende 2025 angekündigt. Konkrete Preise und Modellvarianten für den hiesigen Markt stehen noch nicht fest.


