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ZeekrCarNewsChinaVon 4 Min. Lesezeit

Zeekr 8X: 660-kW-Hybrid-SUV ab 42.200 € – Europaexport geplant

Der Zeekr 8X startet in China als Hybrid-SUV mit 660 kW Systemleistung, 900-Volt-Architektur und 410 km elektrischer Reichweite. Die Preise beginnen bei ca. 42.200 €, Export nach Europa ist für 2027 vorgesehen.

Zeekr 8X: 660-kW-Hybrid-SUV ab 42.200 € – Europaexport geplant

Zeekr 8X: 660-kW-Hybrid-SUV ab 42.200 € – Europaexport geplant

Zeekr (极氪) bringt mit dem 8X ein neues Hybrid-SUV an den Start, das sich durch eine 900-Volt-Architektur, 660 kW Systemleistung (ca. 898 PS) und eine rein elektrische Reichweite von 410 km (CLTC) auszeichnet. Die getestete Version Ultra Plus kostet in China ca. 51.200 € (ca. 399.800 Yuan)*, der Einstiegspreis liegt bei ca. 42.200 € (ca. 329.800 Yuan). Exporte nach Europa sind für die Zeit nach Ende 2026 vorgesehen, ein Marktstart in Deutschland wird frühestens 2027 erwartet.

Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.

Exterieur und Antrieb

Mit 5.100 mm Länge und 3.069 mm Radstand ist der Zeekr 8X knapp über fünf Meter lang. Die Frontpartie beherbergt den 2,0-Liter-Turbobenziner (205 kW), der als Generator oder direkt antreibt. Aktive Kühlerschließklappen reduzieren Luftwiderstand und Strömungsgeräusche. Die Beleuchtung besteht aus Multi-Modul-Matrix-LED. Auf dem Dach sitzt ein einzelner Lidar-Sensor für Fahrassistenzfunktionen. Konventionelle Türgriffe ersetzen versenkbare Varianten – ein Zugeständnis an mechanische Robustheit.

Angetrieben wird der 8X von einem Hybridsystem auf Basis der SEA-S-Plattform: Ein 2,0-Turbobenziner mit 205 kW kombiniert mit zwei E-Maschinen – Systemleistung 660 kW (ca. 898 PS). Die Batterie hat 70 kWh Kapazität bei 900 Volt Spannung und unterstützt 6C-Schnellladung: 20–80 Prozent in etwa 9 Minuten. Die elektrische Reichweite beträgt 410 km (CLTC) – das entspricht ca. 350 km nach WLTP-Schätzung (CLTC, chinesischer Verbrauchszyklus, typischerweise 10–15 % höher als WLTP). Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 3,7 Sekunden.

Fahrwerk und Innenraum

Das Fahrwerk setzt auf Doppelquerlenker vorne, Mehrlenker hinten, dazu Luftfedern mit Zweikammer-Technik und elektronisch geregelte Dämpfer. Ein aktiver Wankstabilisator reduziert Seitenneigung in Kurven und ermöglicht mehr Radversatz im Gelände. Die Luftfederung hebt das Fahrzeug im Offroad-Modus um 5 cm an und senkt es bei hohem Tempo um 3 cm. 22-Zoll-Räder mit 275er Bereifung sorgen für hohe Querbeschleunigung, erzeugen aber hörbare Abrollgeräusche auf der Autobahn. Eine Hinterachslenkung ist nicht an Bord, was den Wendekreis vergrößert.

Im Cockpit dominieren zwei Bildschirme – einer für den Fahrer, einer für den Beifahrer. Wichtige Funktionen wie Fahrmodus und Fahrwerkshöhe lassen sich über physische Tasten bedienen. Die Materialanmutung ist hochwertig: weiche Oberflächen, Holzdekor, suedeartiger Dachhimmel. Die Vordersitze bieten guten Seitenhalt, die Fondpassagiere genießen elektrisch verstellbare Sitze, Klapptische und einen Kühlschrank in der Mittelkonsole. Einziger Kritikpunkt: Die Ambiente-Beleuchtung wirkt punktförmig, nicht durchgehend homogen.

Assistenzsysteme und Fahreindruck

Die getestete Ultra Plus-Version nutzt ein Lidar-basiertes Fahrassistenzsystem mit einem einzelnen Dach-Lidar sowie Kameras und Radaren. Auf der Autobahn arbeiten Spurhalte- und Abstandsregeltempomat zuverlässig. Höhere Ausstattungsvarianten bieten bis zu 1.400 TOPS Rechenleistung – diese waren am Testwagen nicht verbaut.

Der Antrieb liefert die Leistung linear und gut dosierbar, ohne ruckartige Drehmomentspitzen. Die Verzögerung ist zunächst konsistent, doch der Übergang zwischen Rekuperation und mechanischer Bremse wirkt bei niedrigen Geschwindigkeiten nichtlinear. Das Fahrwerk federt im Normalmodus komfortabel, im Sportmodus straffer. Das Reifen-Fahrgeräusch dominiert bei Autobahntempo, und die Hinterachse überträgt Querfugen spürbarer als die Vorderachse – ein Zeichen für unterschiedliche Dämpferabstimmung.

Wettbewerb und Positionierung

Der Zeekr 8X tritt gegen den Li Auto L7, Aito M7 und den Plug-in-Hybrid-BMW X5 an. Er differenziert sich durch die 900-Volt-Architektur, die hohe Systemleistung und den aktiven Wankstabilisator. Der Li Auto L7 setzt auf Effizienz und Raum, der Aito M7 auf Softwareintegration, der BMW X5 auf klassische Fahrdynamik – letzterer kann elektrisch und von der Ladegeschwindigkeit nicht mithalten.

Zeekr verkaufte im ersten Quartal 2026 rund 59.466 Fahrzeuge – ein Plus von 48,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der 8X soll als Volumenmodell in der Preisregion um 55.500 US-Dollar (ca. 51.200 €) diese Wachstumsdynamik stützen.


Der Zeekr 8X ist aktuell nur in China erhältlich. Ein Export nach Europa ist für die Zeit nach Ende 2026 angekündigt. Ein konkreter Marktstart in Deutschland steht noch nicht fest, ist aber nach der Europa-Einführung wahrscheinlich. Zeekr ist in Deutschland bereits mit dem Zeekr 001 und Zeekr X vertreten.


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