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BYD an der Spitze: Chinas Automarkt im Juni – Verbrenner stürzen ab

Der chinesische Automarkt erreicht im Juni eine EV-Penetration von 62,8 %. Verbrenner brechen um 39 % ein, während BYD mit 397.000 Einheiten führt. Exporte steigen um 152,7 % – ein Zeichen für die strukturelle Verschiebung.

BYD an der Spitze: Chinas Automarkt im Juni – Verbrenner stürzen ab

BYD an der Spitze: Chinas Automarkt im Juni – Verbrenner stürzen ab

Der chinesische Fahrzeugmarkt befindet sich im tiefsten Tal des Jahres. Nach Daten der China Passenger Car Association (CPCA) wurden im Juni nur 1,602 Millionen Pkw verkauft – ein Minus von 23,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat. CPCA-Generalsekretär Cui Dongshu spricht von einem „relativ schwierigen Tiefpunkt". Doch unter der Oberfläche vollzieht sich ein radikaler Wandel.

Verbrenner-Fahrzeuge verloren im Juni 39 % im Vergleich zum Vorjahr, reine Benziner sogar 42 %. Gleichzeitig kletterte der Anteil der elektrifizierten Fahrzeuge (New Energy Vehicles, NEV) auf 62,8 % – ein Plus von 9,5 Prozentpunkten. Der Absatz von NEV sank zwar ebenfalls um 9,4 % auf 1,007 Millionen Einheiten, doch der Marktanteil bleibt auf Rekordniveau. Die CPCA spricht von einer „absoluten Polarisierung": Reine Batteriefahrzeuge legen zu, während Plug-in-Hybride und Range Extender schwächeln. Im Großhandel steigerte sich der reine EV-Absatz um 26,9 %.

Chinesische Marken dominieren, Joint Ventures unter Druck

Chinesische Hersteller hielten im Juni einen Einzelhandelsanteil von 68,6 % (plus 4,5 Prozentpunkte). BYD (比亚迪) führte mit 397.000 verkauften Einheiten, gefolgt von Geely (159.000), Chery (107.000), Leapmotor (93.000) und Tesla China (89.000). Die New Energy-Startups (NIO, XPeng, Li Auto u. a.) kamen auf 26 % Anteil. Dennoch sank der Absatz chinesischer Marken insgesamt um 18 %, belastet durch ein schwaches Einstiegssegment: A00-reine EVs brachen um 50 % ein, A0-Modelle gerieten ebenfalls unter Druck.

Die traditionellen Joint Venture-Marken (deutsch, japanisch) erlebten einen herben Rückschlag. Der Einzelhandelsabsatz der Joint Ventures fiel um 34 % auf nur 330.000 Einheiten. Ihr NEV-Anteil liegt bei mageren 4,3 %, allerdings mit einem Wachstum von 45 % – ein erstes Lebenszeichen. Im Premiumsegment (über 30.000 € aufwärts) halten chinesische Marken inzwischen über 50 % Marktanteil, während der Gesamtmarkt der Luxusfahrzeuge um 30 % schrumpfte.

Exporte boomen, Ausblick auf Juli

Der Export entwickelte sich zum stärksten Wachstumsmotor: 499.000 Fahrzeuge verließen China (+152,7 %), davon 56,9 % NEV. BYD exportierte 171.000 Einheiten, Chery 74.000 und Geely 62.000. Auch die nahe Zukunft verspricht Besserung: Der Ölpreis fiel auf rund 70 US-Dollar, und die chinesische Regierung senkte die Kraftstoffpreise drastisch. Zudem laufen störende Faktoren wie die Fußball-WM und der Juni-Feiertag aus. Die CPCA erwartet für den Juli eine schrittweise Erholung, auch wenn die Einzelhandelszahlen zunächst schwach bleiben dürften.

Die strukturelle Kluft zwischen Premium und Einstiegssegment sowie zwischen reinen EVs und Verbrennern wird sich nach Einschätzung der CPCA nicht schnell schließen. Hersteller stehen vor der Herausforderung, im oberen Markt mit Technologie und Marke zu punkten und im unteren mit Kosten und Volumen zu bestehen.


In Deutschland

BYD ist bereits auf dem deutschen Markt vertreten. Aktuelle Modelle in Deutschland: Atto 2, Atto 3, Dolphin, Seal, Sealion 7, Han.

BYD ist seit 2022 auf dem deutschen Markt aktiv und baut sein Händlernetz kontinuierlich aus.

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