VW ID.AURA T6: China-SUV ab 16.600 €, 660 km CLTC
FAW-Volkswagen ID.AURA T6: Erstes AURA-Modell ab ca. 16.600 €
FAW-Volkswagen (一汽-大众) hat am 20. September den ID.AURA T6 offiziell auf den chinesischen Markt gebracht. Der rein elektrische Mittelklasse-SUV ist das erste Modell der neuen AURA-Reihe und kommt in vier Ausführungen zu Preisen von ca. 16.600 bis 21.400 € (ca. 129.900 bis 166.900 Yuan).
Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
Der ID.AURA T6 ist ein China-exklusives Modell. Entwickelt wird er von FAW-Volkswagen unter starker Beteiligung lokaler Entwicklungsteams und auf Basis der CEA-Zentralarchitektur (Central Electronic Architecture), die Volkswagen gemeinsam mit dem chinesischen EV-Startup XPeng (小鹏) entwickelt hat. Damit vollzieht VW den Strategiewechsel weg von „globalen Autos für China" hin zu „Autos aus China für China".
Design und Abmessungen
Der Fünfsitzer folgt einer pragmatisch-naturalistischen Designsprache und wird in sechs Außenfarben angeboten. Markant sind geteilte Scheinwerfer mit dem typischen „kleinen Quadrat"-Matrixlicht und einer durchgehenden Star-Ring-Lichtleiste, die beim Ver- und Entriegeln eine animierte Begrüßung bzw. Verabschiedung zeigt. Eine aktive Kühlergrill-Jalousie passt sich Geschwindigkeit, Temperatur und Thermomanagement von Akku und Motor an.
Innenraum: „Cloud"-Cockpit und Queen-Beifahrersitz
Der Innenraum setzt auf ein Cockpit mit digitaler Rundum-Ausstattung: Ein 15,6-Zoll-Zentraldisplay (2,5K) trifft auf ein 10,25-Zoll-Digitalcockpit und ein 25,8 Zoll großes AR-Head-up-Display. Die Sprachsteuerung versteht vier Sitzzonen und chinesische Dialekte, die Smartphone-Anbindung deckt CarPlay, HiCar und CarLink ab und soll 99,9 % aller Handymarken unterstützen.
Fahrassistenz: Lidar und Horizon-Chip
Der ID.AURA T6 kombiniert 25 Sensoren: 11 Kameras, 12 Ultraschallsensoren, ein Frontradar und ein Lidar mit 192 Linien. Herzstück ist der Horizon-Journey-6H-Chip mit 420 TOPS. Erstmals kommt die erste vollständig selbst entwickelte Fahrassistenzlösung von Volkswagen zum Einsatz — das End-to-End-System „Hyper Sense 8" (酷睿程HS8), speziell für den komplexen chinesischen Alltagsverkehr. Es unterstützt den Stadtpilot (City-NOA, vergleichbar mit Tesla FSD), den Autobahn-Pilot (Highway-NOA) sowie vollumfängliches Parken, Fernparken, freies Rangieren und Valet-Parking.
Antrieb und Reichweite
Angetrieben wird der SUV von einem neu entwickelten Neun-in-Eins-Elektroantrieb von Volkswagen.
Zur Reichweite (CLTC — chinesischer Verbrauchszyklus, typischerweise 10–15 % höher als WLTP):
Wettbewerb und Einordnung
Der ID.AURA T6 greift mitten ins chinesische Mittelklasse-EV-SUV-Segment. Direkte Konkurrenten sind der BYD (比亚迪) Song Ultra, der BYD Sealion 06 und der Leapmotor (零跑) C11. Während die BYD-Modelle auf mehrere Antriebsarten setzen und Leapmotor auf Preis-Leistung und Cockpit-Intelligenz zielt, positioniert sich der VW für Käufer, die Fahrwerksqualität, Zuverlässigkeit und Joint-Venture-Fertigungsqualität schätzen.
Hintergrund: ID.Tiguan als globaler Zwilling
Der ID.AURA T6 basiert auf dem Facelift der ID.4-Reihe (in China ID.4 X und ID.4 CROZZ). Sein globales Schwestermodell hört auf den Namen ID.Tiguan und soll im September 2026 Weltpremiere feiern — auf der weiterentwickelten MEB+-Plattform. Der ID.Tiguan gilt als der eigentliche Elektro-Nachfolger des Verbrenner-Tiguan und ersetzt die bisherige ID.Zahlen-Logik durch den klassischen Namen. Während der ID.AURA T6 China-exklusiv bleibt, ist der ID.Tiguan Teil des globalen Modellprogramms — für deutsche Leser also die relevante Variante des hier beschriebenen Fahrzeugs.
In Deutschland
Volkswagen ist in Deutschland mit einer breiten Elektro-Palette vertreten, der ID.AURA T6 selbst bleibt jedoch ein China-exklusives Modell. Sein globales Schwestermodell, der ID.Tiguan auf Basis der MEB+-Plattform, soll im September 2026 Weltpremiere feiern und dürfte anschließend auch nach Europa und Deutschland kommen — als Nachfolger der ID.4-Reihe.


