Politik, Zölle & Regulierung
16 ArtikelEU-Zölle, staatliche Förderung, Regulierung und geopolitische Entwicklungen

Trump fordert 82 % US-Teile: Bittere Pille für BYD & Co.
Die Trump-Regierung verlangt 82 % nordamerikanische Teile in USMCA-Fahrzeugen – ein harter Schlag für chinesische Hersteller wie BYD und Chery, die in Mexiko produzieren wollen. Die Pläne könnten deren gesamte Nordamerika-Strategie infrage stellen.
Können EU-Zölle Europas grüne Wende ausbremsen?
Höhere Preise für chinesische Elektroautos könnten den Umstieg auf E-Mobilität verlangsamen – so die These einer Analyse zum Spannungsverhältnis zwischen Industrieschutz und Klimazielen. Günstige Modelle gelten als Schlüssel für die Massenadoption.
Li Auto: Datenverkauf adé – Fokus auf Technik-Upgrade
Chinas E-Auto-Pioniere wie Li Auto (理想) kehren dem lukrativen Datenhandel den Rücken. Grund: strenge Regulierung und Mini-Gewinne. Stattdessen fließen Fahrzeugdaten in die Optimierung von Fahrassistenz und Service.
Nissan ruft in China 68.000 N7 und N6 wegen Gaspedal-Fehlers zurück
Ein Konstruktionsfehler an der Gaspedaleinheit zwingt Nissan zu einem Großrückruf von Elektro-Limousine N7 und Plug-in-Hybrid N6. Betroffen sind fast 70.000 Fahrzeuge. Der kostenlose Austausch startet am 25. Mai 2026.
Xiaomi SU7 Ultra: 2.600 € Rückzahlung nach Werbepanne
Ein Gericht in China verurteilt Xiaomi zur Rückzahlung von 20.000 Yuan (ca. 2.600 €) Kaution wegen übertriebener Werbung für die Carbon-Motorhaube des SU7 Ultra. Betrugsvorwürfe wurden abgewiesen. Der Sportler ist nicht in Europa erhältlich.
Trotz Zöllen: Chinesische Marken bauen EU-Marktanteil aus
Die EU-Zölle bremsen den Vormarsch chinesischer Elektroautos nur bedingt: Ihr europäischer Marktanteil wächst weiter, in Deutschland erreichten die Marken im ersten Quartal 2026 rund 9,4 Prozent bei den BEV-Neuzulassungen.

Kanada wirbt um chinesische E-Auto-Investitionen: Handelsminister zu Besuch bei BYD und XPeng
Kanadas Handelsminister Maninder Sidhu besucht Guangzhou und führt Gespräche mit BYD und XPeng über Marktzugangsmöglichkeiten im Rahmen des neuen Zollabkommens.

Streit um Schmutzkampagne: Chinas Behörden laden Li Auto und Nissan vor
Nach der öffentlichen Anschuldigung von Li-Auto-Gründer Li Xiang hat das chinesische Industrieministerium beide Unternehmen zu Gesprächen gebeten. Der Ton im chinesischen Automarkt wird rauer.
EU-Strafzölle im Detail: BYD 17 %, Geely 18,8 %, SAIC 35,3 %
Zusätzlich zum regulären Importzoll von 10 Prozent gelten gestaffelte Ausgleichszölle: BYD 17 Prozent, Geely 18,8 Prozent, SAIC/MG 35,3 Prozent, Tesla aus Shanghai 7,8 Prozent. Was die Maßnahme für deutsche Käufer bedeutet.
Ausweichmanöver Europa: Chinas Hersteller bauen vor Ort, um Zölle zu umgehen
Eine wahrscheinliche Folge der EU-Zölle: Chinesische Hersteller verlagern Produktion nach Europa. BYD, Geely und Batteriehersteller CATL investieren in Werke in Ungarn, Spanien und der Slowakei – lokal gefertigte Autos sind von den Zöllen ausgenommen.
Bruegel-Analyse: Geringer Nutzen, hohes Risiko bei China-EV-Mindestpreisen
Der Thinktank Bruegel bewertet die geplanten Preiszusagen für chinesische Elektroautos skeptisch. Der erhoffte Nutzen für die europäische Industrie sei gering, die Risiken – schwache Kontrolle, Mitnahmeeffekte für China – dagegen beträchtlich.
Ökonomen warnen: Mindestpreise statt Zölle könnten nach hinten losgehen
Ein Forscherteam warnt davor, die Zölle auf chinesische E-Autos durch Mindestpreise zu ersetzen. Der Kern der Kritik: Statt Zolleinnahmen für den EU-Haushalt landet der Aufpreis als zusätzlicher Gewinn bei den chinesischen Herstellern – während die Verbraucher zahlen.
So funktioniert das EU-Mindestpreis-System für China-E-Autos
Verkaufskanäle, Verbot der Quersubventionierung und Investitionszusagen: Das Leitliniendokument der EU-Kommission erklärt, wie chinesische Hersteller über Preiszusagen den Anti-Subventions-Zöllen entgehen können – und welche Bedingungen sie dafür erfüllen müssen.
EU und China nähern sich im Streit um subventionierte E-Autos an
Brüssel und Peking melden einen neuen Schritt zur Beilegung des Streits um subventionierte Elektroautos. Seit Einführung der Zölle im Oktober 2024 wird über ein System verhandelt, mit dem chinesische Hersteller ihre Preise anheben – als Alternative zu den Strafzöllen.
Warum die EU bereit ist, die China-Zölle gegen Mindestpreise zu tauschen
Mit einem Mindestpreis-System bliebe der Schutz europäischer Hersteller erhalten – während chinesische Anbieter wie BYD ihren Aufschlag als Gewinn behalten könnten, statt ihn als Zoll abzuführen. Das macht den Kompromiss für beide Seiten attraktiv.
EU ersetzt China-Strafzölle durch Mindestpreise – Leitlinien veröffentlicht
Die EU-Kommission hat am 12. Januar 2026 ein Leitliniendokument vorgelegt, mit dem die Anti-Subventions-Zölle auf in China gebaute Elektroautos durch verbindliche Mindestpreise ersetzt werden sollen. Wer sich verpflichtet, nicht unter dem Mindestpreis zu verkaufen, entgeht den Zöllen von bis zu 35,3 Prozent.

